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:: Mein Bücherstapel ::

Im Moment lese ich sehr viel und darum gibt’s mal wieder Neuigkeiten von meinem Bücherstapel.

  • Das Buch, das mich momentan am meisten begeistert hat, ist “Zen-Yoga” von Hans-Peter Hempel. Wie ich im WochenendRückblick schon schrieb, finde ich seine Sprache leider recht sperrig und sehr akademisch – entspannende Couch-Lektüre ist das nicht. Aber Hempels Ansatz finde ich ganz wunderbar, sehr praxisnah und am Leben orientiert. Das Buch unterscheidet sich für mich insofern von anderen Yoga- und Meditationsbüchern, als daß er sehr poinitiert und teilweise auch unterhaltsam spitzzüngig die Finger auf so manche Wunde unseres modernen Lebens und unseres unsteten Geists legt.
  • Albert Zink: Die Welt der Mumien – Von Ötzi bis Lenin. Es wird erklärt, wie überhaupt Mumien entstehen und worin die Unterschiede zwischen zufällig entstandenen und von Menschenhand präparierten Mumien bestehen. Was macht Mumien aus? Was sagen sie uns über die Menschen früherer Zeiten? Warum üben sie auf uns so eine Faszination aus? Zink, Leiter des Instituts für Mumien und die Icemen, gibt einen umfassenden Überblick über die Mumienfunde überall auf der Welt.
  • Friedl Weber: Faul & fit – Jin Shin Jyutsu mit Hand und Fuß. Die Idee ist verblüffend einfach und einfach verblüffend: mit ganz simplen Handgriffen und Fußhaltungen, die praktisch keine Zeit erfordern, kann man sich entspannen oder Schmerzen lindern.
  • Sonia Fernández-Vidal: Nikos Reise durch Raum und Zeit. Aufgrund einer geheimnisvollen Botschaft an seiner Zimmerdecke entscheidet sich Niko für einen anderen Schulweg als sonst – und landet prompt in einer anderen Welt, in der er spielerisch etwas über die Entstehung des Universums, Raum, Zeit und Relativität lernt. Das Buch ist für Kinder geschrieben und bleibt daher an manchen Stellen etwas vage, aber es ist unterhaltsam und man lernt auch noch was dabei.
  • Bear Grylls: Draußen (über)leben. Im Grunde sagt der Titel alles. Bear Grylls gibt hier Tips und Hinweise, wie das (Über)Leben in der Natur gelingt. Da ich definitiv nicht vorhabe, zelten zu gehen, lese ich das Buch nur quer und vor allem deswegen, weil ich den Autoren mag :)
  • Carmen Thomas: Ein ganz besonderer Saft – Urin. Das war eine Bücherschrankfindung. In dem Buch ist die komplette Sendung von “Hallo Ü-Wagen” aufgezeichnet, die Carmen Thomas zum Thema Eigenurintherapie gemacht hat. Außerdem gibt es noch ein paar Aufsätze und Hörer- bzw. Leserreaktionen dazu. Sehr aufschlußreich und interessant.
Valo, 17.09.2014, 14:50 | Abgelegt unter: Machungen | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Geschützt: :: Pontius —> Pilatus ::

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Valo, 16.09.2014, 20:34 | Abgelegt unter: Transgender | RSS 2.0 | TB | Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.

:: Wovenhand, 15.9.2014, Karlsruhe ::

Ich weiß ja nicht, ob Ihr es überhaupt schon gemerkt habt, wo ich fast (*hust*) nichts (*HUST*) davon erwähnt habe, aber ich bin irgendwann im Frühsommer in Liebe gefallen. Mit Wovenhand. Das alles fing mit einer Musikempfehlung von einem Freund an. Normalerweise klicke ich bei sowas maximal 15 Sekunden rein, denn mein Musikgeschmack ist ein wenig…eigen. Ich höre kaum noch unterschiedliche Bands, sondern immer wieder dasselbe, weil ich es für das Großartigste halte, was je gemacht wurde (dazu zähle ich z.B. alles von Maynard James Keenan, Nick Cave…und dann wird es auch schon eng). Manchmal mag ich einzelne Stücke von mir bisher unbekannten Bands, aber wenn ich dann in ihre Alben reinhöre, begeistert mich das selten. Insofern stand ich der Musikempfehlung meines Freundes eher skeptisch gegenüber, aber nach den ersten Sekunden hat’s mich dann schon gepackt und seither nicht mehr losgelassen. Wovenhand läuft bei mir rauf und runter. Interessanterweise hat mich jetzt seit April oder Mai nur ein einziges Album (“Live At Roepaen”) von ihnen beschäftigt. Das neuste Album “Refractory Obdurate” habe ich mir zwar im Juli gekauft, aber bisher kaum reingehört. Der Live-Mitschnitt ist in meinen Augen so ziemlich das Beste, was es seit 2006 gab (da kam “10.000 Days” von Tool auf den Markt): vielschichtig, interessant, erschütternd. Kein Easy-Listening, keine Musik für nebenher. Insofern war klar, daß ich mir die Chance, David Eugene Edwards und Konsorten live zu sehen, nicht entgehen lassen kann, zumal sie praktischerweise direkt vor meiner Haustür, im Karlsruher Tollhaus, gastierten. Mein letztes Konzert ist Jahre her. Damals hatte mein Mann mich überredet, mit ihm ASP anzugucken, den er sehr und ich nicht besonders mag. Es war ein netter Abend, mehr nicht. Da ich also keine Routine bei Konzerten habe und das Tollhaus für mich außerdem eine unbekannte Location mit unbekannter Barrierefreiheit war, war ich entsprechend aufgeregt.

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Wir waren sehr pünktlich da und hatten erstmal noch Zeit für eine Cola und Shopping. Ich habe mir das Album/Buch “Black Of The Ink”, das Album “Consider The Birds” und ein T-Shirt gekauft (in das ich wohl erst vernünftig reinpassen werde, wenn ich die Mastek hinter mir habe, muhahaha!). “Black Of The Ink” ist phänomenal. Das Buch faßt alle bis 2012 geschriebenen Songtexte Wovenhands zusammen, hochwertig aufgearbeitet und mit Illustrationen von DEE versehen, und hat außerdem noch sechs neu / akkustisch eingespielte Dauerbrenner im Gepäck. Hammer. Aber zurück zum gestrigen Abend. Als Prequel trat Torgeir Waldemar auf. Hä, wer? Nie gehört. Der sympathische Norweger trat mit Gitarre auf und begleitete sich teilweise selbst mit der Mundharmonika. Solide, stimmungsvolle Akkustikmusik, richtig klasse. Sein erstes Album erscheint am 3.Oktober und das werde ich mir definitiv kaufen. Derzeit gibt’s eine EP auf dem Markt und wer mag, hört hier mal rein. Und nachdem ich irgendwie zu faul geworden bin, meine große Kamera mitzuschleppen, gibt es nur ein ganz schlechtes Handybild^^

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Und dann betraten Wovenhand die Bühne. Ich glaube, das Publikum war ziemlich überrascht, daß sie auf einmal da waren, so ganz unspektakulär. Aber…alter Falter, haben die losgebrettert! Hat mich schier vom Stuhl gefegt, den mir ein netter Tollhausmitarbeiter bereitgestellt hat.

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In den folgenden anderthalb Stunden gab es einen Querschnitt durch ihr gesamtes Werk, natürlich mit einigen Songs des letzten Albums. Für mich war das jedoch weniger ein Konzert als vielmehr ein schamanisches Ritual. Eine Beschwörung. Es gab dann auch einen Moment, wo das Publikum merklich wegdriftete, nur um wieder durch loskreischende Gitarren aufgeweckt zu werden. War total irre. Am Ende war ich wohl der Einzige, der nicht abrockte wie bekloppt, aber die Musik hat mich einfach in einen Bann geschlagen und mich auf einer intensiven schamanischen Reise begleitet. Wie eine Landkarte, wie ein Gefährte. Ziemlich unbeschreiblich und sowas hatte ich auch noch bei keinem Konzert zuvor (vielleicht ein bißchen bei Veljanov). Das war ein spirituelles Erlebnis und falls es Wovenhand mal wieder in meine Gegend verschlägt, werde ich unbedingt hingehen. Falls Ihr die Gelegenheit habt, sie live zu sehen, tut es.

Zum Thema Barrierefreiheit: das Tollhaus ist barrierefrei zu erreichen und auch der Konzertsaal ist barrierefrei, sofern man auf der Empore bleibt.

Was ich noch ziemlich bemerkenswert fand: da ich auf einem Stuhl saß, hatte ich zu Beginn des Konzerts null Sicht auf die Bühne, aber irgendwie hat sich das schon beim ersten Song so zurechtgeschunkelt, daß ich bis zuletzt alles sehen konnte, obwohl Lücken da waren, in die sich die Leute normalerweise reinzustellen pflegen. Sollte wohl so sein :)

Valo, 16.09.2014, 20:12 | Abgelegt unter: Machungen,SchaMagisches | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Minimalismus – oder? ::

Im Zuge meiner Aufräumaktion muß ich mir dann doch gelegentlich an die Hirnschale fassen, wenn ich über meinen Wunsch, minimalistisch zu leben, nachdenke. Weil…wie minimalistisch lebe ich denn wirklich? Ich kriege es zwar hin, mir nicht ständig neue Sachen (Kosmetikprodukte, Haushaltsutensilien oder gar – schauder – Deko) zu kaufen, aber ich besitze trotzdem noch eine ganze Menge. Wie minimalistisch ist es, wenn man manche Bücher oder DVDs einfach haben muß? Gern neue Kleidung trägt? Sich eher einen neuen Toaster kauft, als den Alten zu reparieren? Mein Vater und mein Onkel haben das noch gemacht, Sachen repariert. Aber obwohl mein Mann das auch könnte, kaufen wir bestimmte Teile eher neu, anstatt sie aufzuschrauben und zu richten, weil es sich einfach nicht lohnt. Es macht mehr Aufwand, irgendein winziges Teil am anderen Ende der Welt zu ordern (wenn man überhaupt noch Ersatzteile kriegt), drei Wochen auf die Lieferung zu warten und dann zwei Stunden mit dem alten Toaster zu verbringen, als mit einem Klick einen Neuen zu bestellen.

Und dann denke ich das Ganze auf eine höhere Ebene. Wie minimalistisch ist es, ein Haus zu kaufen? Autos zu haben? Mit diesen Dingen sind ja durchaus auch langjährige finanzielle Verpflichtungen verbunden – “meine Bank und ich”. Andererseits würde mich ein Tiny House, ein Zelt, ein Bauwagen oder eine Kommune schlicht nerven. Ich brauche Platz. Freiraum, den keiner betritt. Und Gehbehinderung mit Bus und Bahn, das ist einfach nervig. Ob das in unserem Dorf funktionieren würde, wage ich eh zu bezweifeln, denn die Minibusse hier sind nicht rollitauglich. Mit viel gutem Willen und einer hohen Nerv-Ignoranz würde es klappen, aber dafür bin ich auch zu bequem, das gebe ich ehrlich zu. Mit steigendem Alter steigen auch meine Ansprüche. Mit 17 habe ich noch auf einer dreiteiligen Matratze in einem ungeputzten Twin-Room gepennt, wo in einer Pfanne noch ein halbes Schnitzel vom Vormieter drin lag. Da würde ich heute keine zwei Minuten bleiben, geschweige denn einen ganzen Urlaub. Mit 17 hatte ich kein Handy, keinen I-Pod, keine Nähmaschine, keinen Vitamix – und war trotzdem glücklich. Heute bin ich mit diesen Dingen glücklich und ich bezweifle, daß ich glücklicher werden könnte, wenn ich sie abgeben würde.

Ich glaube allmählich, für mich geht es beim Minimalismus nicht so sehr darum, möglichst wenig zu besitzen (obwohl ich finde, daß ich nicht übermäßig viel habe), sondern mir einen State Of Mind zu erhalten, bei dem ich mir dessen bewußt bin, daß ich das Zeug besitze – und nicht das Zeug mich. Und daß alles lediglich ein Mittel zum Zweck, ein Werkzeug ist, welches ich loslassen kann (vielleicht auch sollte), wenn ich merke, daß es mir nicht mehr nutzt, mich nicht mehr erfreut. Wenn ich zwei Minuten hätte, Sachen aus meinem Haus zu retten, wären das abgesehen natürlich von allen Menschen und Miezen nur sehr wenige Dinge…

Valo, 15.09.2014, 14:11 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: WochenendRückblick ::

[Wetter] Samstag grau und regnerisch, Sonntag dann doch noch ganz sonnig und warm.

[Gemacht] Für sein Zeugnis hat mein Sohn von den Großeltern Geld bekommen und Samstag wollten wir in einen großen Spielwarenladen. Auf dem Weg dahin hat’s leider unsere Windschutzscheibe erwischt – Steinschlag. Zum Spielzeugladen sind wir trotzdem noch gefahren. Den Nachmittag habe ich im Bett verbracht und danach ein bißchen gemalt, Kuchen gebacken, Aufstriche gemacht und gelesen. Der Sonntag fing gaaaanz langsam an (Sohn beim Spielen zugucken, bißchen am Rechner tippen). Später habe ich Birnen-Vanille-Weißwein-Marmelade gekocht, aus den Früchten von Mathilda, unserer Birnbäumin. Und abends waren wir noch mal kurz bei einem Bücherschrank.

[Crafts 'n' Arts] Gemalt. Wenn ich versuche, meine Seelenlandschaft zu aquarellieren, entstehen irgendwie immer Galaxien. Finde ich sehr spannend. Außerdem habe ich angefangen, das Binding an meinen Batik-Sterne-Quilt zu nähen, yay!

[Bewegt] Radeln und Yoga.

[Gehört] Wovenhand. Drei Fragezeichen. Jo Nesbø: Die Larve.

[Gelesen] Hans-Peter Hempel: Zen-Yoga. Das Buch halte ich mit für das Beste, was über Yoga geschrieben worden ist. Es hat rein gar nichts mit diesen Standard-Kieselstein-Bambusstöckchen-und-Kitschbuddha-Wellness-Schwa-Schwa-Yogabüchern zu tun, sondern bringt pointiert auf den Punkt und holt Yoga von dieser Esowelle runter. Absolute Leseempfehlung für alle, die ernsthaft was über Yoga lernen wollen. Gelesen habe ich außerdem von Anne Cassidy “Die einzige Zeugin”. Die siebzehnjährige Lauren arbeitet den gewaltsamen Tod ihrer Mutter und ihrer Schwester auf. Obwohl das Buch für Jugendliche geschrieben ist, fand ich die Auflösung ganz schön heftig.

[Gesehen] Bear Grylls in Neuseeland.

[Getrunken] Leitungswasser, Schwarztee und eine Notfall-Limo.

[Gegessen] Ofenkürbis mit Rosmarin und Knoblauch. Frische Suppe mit Graupen. Baguette mit frischen Aufstrichen. Rumfort (also Resteessen). Einen herrlich saftigen Kürbis-Schoko-Gewürzkuchen ♥

[Gedacht] Wie leid ich mein Herzmedikament bin. Klar, es hilft, aber es macht auch krasse Unterzuckeranfälle, aus denen ich nur ganz schwer wieder rauskomme. Und wenn ich mal eben gefühlte 2000 Kalorien bei so einem Unterzucker verdrücken muß, damit ich wieder da rauskomme, werde ich nicht abnehmen. Blödes Zeug, ich reduzier das jetzt. So!

[Gefreut] Über eine tolle Bücherschrankfindung. Hatte neulich ein Buch über Mindfulness Based Stress Relief gelesen und fand jetzt sozusagen einen Ableger davon.

[Geärgert] Als der Stein gegen unsere Windschutzscheibe knallte, dachte ich, ich sollte mich jetzt wohl ärgern und hätte mich früher auch geärgert. Aber irgendwie…ja mei. Ist halt passiert. Ich ärgere mich insgesamt sehr viel weniger als früher und schiebe das auf die Meditation.

[Gelernt] Mal wieder eine ganze Menge über meinen Körper. Unglaublich, wie präzise er mir Baustellen meiner Seele aufzeigt. Schon echt ein Wunderwerk.

[Gekauft] Eine Kürbisbande. Und einen “Curly Wurly”, einen dieser flauschigen “magischen Würmer”, die es schon in den 80ern gab. Aber anders als in den 80ern kann ich jetzt damit umgehen. Sweet, but rubbish. Eine Mordsgaudi für 3 € *lol*

[Dankbarkeit] Dafür, daß mein Mann gerade in unserem Küchenflur renoviert. Dafür, jeden Tag genug zu haben: Nahrung, Wasser, Ruhe, Bewegung, etwas zu tun.

[Spirituelles] Meditiert. Ich komme inzwischen mit der Zen-Meditation so gut klar, daß ich mich eigentlich komplett von der Kundalini-Yoga-Meditation verabschiedet habe. Ich erreiche damit eine wundervolle innere Stille und Klarheit.

[Und sonst so?] Immer noch Schmerzen. Ich glaube es wird Zeit für einen beherzten Schritt nach vorn, damit da mal Ruhe reinkommt.

[Ausblick auf die nächste Woche] Das wird in manchen Hinsichten eine Hammerwoche… Ich besuche das erste Konzert seit 2008 und will meinen NUPS-Antrag einreichen.

Valo, 14.09.2014, 22:23 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

Geschützt: :: He Has Thought Himself To The End Of Things ::

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Valo, 13.09.2014, 21:38 | Abgelegt unter: Nach(t)denken,SchaMagisches,Transgender | RSS 2.0 | TB | Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.

:: BOY Kurzfilm ::

Valo, 12.09.2014, 14:56 | Abgelegt unter: Transgender | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Herbstliste ::

Ich gebe das zwar ungern zu, aber der Herbst ist da. Wirklich. In Karlsruhe spielen ein paar Bäume sogar schon Ende Oktober, aber diese Miesepeter ignoriere ich, pah. Wenn die Sonne mal durchkommt, ist es angenehm warm, öfter aber tummeln sich große, graue Wolken an Badens Himmel, der im September eigentlich vom blausten Blau sein sollte. Nun ja.

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Da ich gerade mit dem Herbstgroßreinemachen beschäftigt bin, habe ich mir auch eine Liste angelegt, was ich in diesem Herbst noch alles machen möchte, so etwa bis Mitte November. Mir fällt es leichter, fokussiert zu bleiben, wenn ich die Sachen schriftlich fixiere. Das hier ist also meine Herbstliste:

  • meinen Batik-Sterne-Quilt binden
  • meinen NUPS-Antrag einreichen
  • zwei Konzerte besuchen
  • drei Wichtelpakete werkeln und abschicken
  • ein kreatives Projekt vollenden, an dem ich schon seit dem Sommer arbeite
  • endlich das Aquarell für Milena malen
  • das Planetarium in Mannheim besuchen
  • Straßbourg wiedersehen
  • Maronen rösten
  • Birnenmarmelade aus Mathildas Früchten kochen
  • Bratapfelmarmelade und Apfelchutney kochen
  • ein Tagebuchprojekt abschließen
  • ein altes Feuerzeug zum Juwelier bringen und aufarbeiten lassen

Nicht auf der Liste stehen regelmäßige Sachen wie Yoga und Radeln oder Dinge, bei denen ich mir noch nicht sicher bin, wie oder wann ich sie angehen möchte.

Welche Sachen möchtest Du in diesem Herbst machen?

Valo, 12.09.2014, 14:21 | Abgelegt unter: Machungen | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: How To Dismantle An Atomic Bomb ::

Ich bin ja allgemein ein großer Fan davon, Zeug auszusortieren. Und das, wo ich durchaus bereits glaube, nicht viel zu besitzen – nach zwei Umzügen, bei denen Massen an Kram gehen mußten. Normalerweise packt es mich um Imbolc und Mabon herum, mir meinen Haushalt vorzuknöpfen, und genau zu prüfen, was sich in meinen Schränken befindet, und darum war ich auch nicht weiter überrascht, als ich jetzt wieder von der Aufräumwut gepackt wurde. Was mich inzwischen aber überrascht, ist, wie viel und wie tiefgreifend ich diesmal aussortiere. Im Moment läuft ja auf diversen Blogs eine Aktion, bei der 30 Sachen im Laufe der Septembers ausgemistet werden sollen…well, das hätte ich direkt an Tag 1 meines Herbstgroßreinemachens geschafft, wo ich mir den Küchenschrank vorgenommen habe *hust* Gehen mußten zum Beispiel:

  • drei Bratpfannen, von denen zwei eigentlich noch ok waren, aber mich nervt Teflon aufgrund seiner gesundheitsgefährdenden Eigenschaften schon lange (ich finde es suspekt, wenn es heißt, man soll in einem Raum, wo mit Teflon gebraten wird, keinen Vogel halten, weil der spontan sterben könnte O.o)
  • mehrere olle Holzbretter, die man ebenfalls noch hätte verwenden können, die aber total mackig waren
  • drei bereits ausgeblichene Plastikpfannenwender. Die hätte ich gern schon längst rausgeworfen, aber mein Mann wollte sie unbedingt behalten. Da der jetzt aber gerade in Schottland urlaubt, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, hähähä!
  • ein Sack Kleinteile (Plastikstrohhalme, häßliche, krumme Holzlöffel, verbogene Metallspießchen, …)

Außerdem habe ich eine halbe große Kiste mit Sachen aus dem Küchenschrank gefüllt, die ich nicht im täglichen Zugriff brauche, wie z.B. ausgespülte Schraubverschlußgläser für die eigene Marmeladenproduktion, einen großen Schneebesen und sowas.

Ersetzt habe ich am Ende die 24cm-Bratpfanne. Die Alte hatte bereits Macken in der Beschichtung (extra-gesund!) und jetzt habe ich mir, nachdem ich mit der neuen Keramikschmorpfanne so happy bin, eine Keramikpfanne mit Deckel in entsprechender Größe gekauft. Außerdem habe ich die Plastikbrotdosen gegen neue aus Edelstahl getauscht. Period.

Mit meiner Küche bin ich jetzt in Hinblick auf Plastik sehr zufrieden. Die einzigen Plastikteile, die ich noch besitze, sind ein paar Vorratsdosen, die Deckel von besagten Marmeladengläsern und von meinen Gewürzgläsern, die Salatschleuder, der Dosenöffner, eine Nudelzange, die Griffe der Schere, ein paar Spatel und der Reislöffel, der bei dem teflonbeschichteten Kocher dabei war. Ah ja, und die Griffe von einem Topf, den ich von meiner Mama geerbt habe.

Die Vorratsschränke habe ich mir dann auch noch angeguckt und sehr zufrieden festgestellt, daß ich nur einen ganz winzigen Teil wegwerfen mußte (in einem AsiaLaden habe ich mal eine 2011 abgelaufene Gewürzmischung geschenkt bekommen – die durfte jetzt mal gehen. Weggeworfen habe ich außerdem noch eine Tüte Tapiokaperlen, eine angebrochene Tüte Weizen, der merkwürdige…ähm…Beimengungen hatte, und einen fies-sauren Reisessig, den ich nicht mochte und nur aus Mitleid aufgebraucht hätte).

Das nächste, was ich mir vorgenommen habe, waren die Kisten mit meinen aussortierten Klamotten. Was ich wohl niemals (niemals, sag’ ich!) weggeben werde, ist mein Brautkleid. Das war ein Geschenk meiner Mama und das bleibt. Ansonsten habe ich ungefähr 15 große Kisten voll mit Frauenklamotten diverser Größen. Gruftizeug ist dabei, Lagenlooksachen, vor allem aber große Größen. Das meiste davon ist ungetragen, durchaus noch mit Etikett dran. What was I thinking?! Ich glaube, das dokumentiert mein Unbehagen in der weiblichen Rolle ziemlich eindrucksvoll. Ich habe ein paar Sachen weggeworfen, das meiste möchte ich aber verkaufen für meine NUPS-Kasse. Also wasche und bügle ich so vor mich hin und freue mich über jedes Teil, das geht.

Gestern Nacht hat es mich dann so gegen Mitternacht gepackt und ich habe mir meinen Krutschelschrank vorgenommen. Wobei der schon gar nicht mehr so krutschelig ist wie er früher mal war. Jedenfalls hatte ich darin drei große Kisten mit Briefen von gegangenen Freundinnen – zusammen wog das etwa 5 Kilo! Die auszusortieren ging nur mit einer Strategie: nicht nachdenken. Bloß wegwerfen. Wenn ich anfange, das zu lesen, dann empfinde ich nur wieder Trauer und Sehnsucht, also weg, weg, weg. Ich habe eine kleine Kiste mit Glückwunsch- und Weihnachtskarten, Geschenkpapierfitzelchen, Photo-CDs und so behalten, aber das war das Limit. Mal sehen, wie sich das anfühlt, wenn ich sie in zwei Jahren wieder hervorkrame. Behalten habe ich außerdem die Tagebücher, die ich mit einigen Frauen geschrieben habe.

Das Nächste, was ich mir eigentlich gern vorknöpfen würde, wäre mein Stoffschrank. Aber Patchwork funktioniert so: Du sammelst Stoffe, weil Du Auswahl brauchst, schließlich lebt diese Kunstform davon. Irgendwann hast Du einen ganzen Schrank voll, aber niemals den perfekten grünen Stoff. Mist! Das ist der Zeitpunkt, wo Du Dich entweder tapfer durch Deinen Stash zu arbeiten versuchst oder Dein Hobby wechselst. Ich stecke noch in der Stash-Phase.

Und nun hat mein Mann begonnen, unseren sehr häßlichen 80er-Jahre-kackbraun-Vorratsschrank aufzumotzen. Da wir den heute ausräumen müssen, werde ich direkt die Gelegenheit nutzen und noch mehr Krempel rauswerfen.

Das eigentlich Schöne kommt ja erst nach dem Aufräumen: das Genießen von Raum und Leere. Das liegt mir sehr.

Valo, 11.09.2014, 11:26 | Abgelegt unter: FamilienLeben,Machungen | RSS 2.0 | TB | 6 Kommentare

Geschützt: :: Reminder ::

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Valo, 10.09.2014, 22:43 | Abgelegt unter: Nach(t)denken,Transgender | RSS 2.0 | TB | Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.
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