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Archiv: Mai 2012

:: Der Blick in den Spiegel ::

Meine Yogalehrerin hat mir letzte Woche eine Hausaufgabe gegeben: 11 Minuten soll ich mir in einem Spiegel selbst in die Augen gucken. Alles zulassen, nichts bewerten. Und direkt danach meine Empfindungen notieren.

Also habe ich mir in die Augen geguckt. Meine Pupillen sind unterschiedlich groß. Da ich einen Medizinalfimmel habe (im Krankenhaus mußte ich mir jede Menge Kompetenz in Sachen Schulmedizin zulegen – Schulmediziner sind ja so unglaubliche Helden…), habe ich mir meine starke LED-Taschenlampe geholt und meine Pupillenreflexe ausgetestet. Erste Erkenntnis der Selbstbegegnung: ich habe mich in den letzten Jahren weit ins Gebiet der schwarzen Magie aka moderne, westliche Medizin vorwagen müssen. Und: ich habe eine saugute Beobachtungsgabe, was meinen Körper angeht. Er redet mit mir, ich höre zu und reagiere.

Dann habe ich mir wieder in die Augen geguckt. Zweite Erkenntnis: da ist ein Pickel. Und da auch. Ich mußte grinsen, aber es lenkte mich nicht lange ab. Zurück zu den Augen.

Dann passierte etwas, das ich in der Form vielleicht nicht erwartet hätte. Ich sah nur Schönheit. Erst die Schönheit meiner bunten Augen. Dann die Schönheit dahinter. Es war keine ZuckerwatteSchönheit, kein alles-happy-Gefühl, sondern die Erkenntnis, daß ich trotz oder vielleicht gerade wegen all der Dunkelheiten, der schweren Krankheit, der Behinderung, der Nahtoderlebnisse, der Krisen einfach schön bin. Meine Augen sind wie Brunnen. Ich kann die sich kräuselnde Wasseroberfläche wahrnehmen oder ich kann tiefer gucken.

Ich mag, was ich sehe.

Valo, 30.05.2012, 20:00 | Abgelegt unter: SchaMagisches,Yoga | RSS 2.0 | TB | 6 Kommentare

:: Veganer Kinderkram ::

Wie wir alle futtert auch unser Sohn seit etwas mehr als einem Jahr vegan. Täglich bekommt er 1/2 Tablette Veg1, vorrangig eben für Vitamine B12 und  D. Letzte Woche haben wir jetzt die Ergebnisse vom Bluttest bekommen, den wir einmal im Jahr vorsorglich machen lassen. Fazit: alles gut, keine Defizite. Das Kind ist pumperlg’sund. Die Kinderärztin hat aber empfohlen, daß wir zwischen Oktober und April drei- oder viermal die Woche Vitamin D supplementieren, einfach wegen des Nordhalbkugeleffekts.

Was bedeutet das für mich? Es sagt mir, daß eine gut organisierte, vollwertige vegane Ernährung funktioniert, sogar während des Wachstums (das Kind ist acht Jahre alt). Seine Ferritin- und Eisenwerte sind sogar besser als zu omnivoren und vegetarischen Zeiten. Es sagt mir, daß der Glaubenssatz, daß Kinder Fleisch / Milch / Eier brauchen eben genau das ist: ein Glaubenssatz, keine Tatsache.

Ich hoffe, dieses Post spricht vor allem die Mamas unter meinen Leserinnen an, die Bedenken wegen veganer Kost für den Nachwuchs haben. Es funktioniert!

Valo, 29.05.2012, 20:22 | Abgelegt unter: Ernährung,FamilienLeben | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Verlängertes Wochenende ::

Erdbeeren aus dem eigenen Garten

Würfelspiel vom Mittelaltermarkt

veganer Eisbecher

Holunder am Wegrand

Stockbrotabend

Quilt zugeschnitten

bunte Radieschen im Hofladen

some severe patio building in progress

SpargelGeschnargel

Ausruhen

Valo, 28.05.2012, 20:13 | Abgelegt unter: FamilienLeben | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Chana Dal Curry ::

Als Chana Dal werden geschälte, gespaltene Kichererbsen bezeichnet, die es in AsiaLäden als Trockenware zu kaufen gibt. Ich habe etwa 250 g am Vorabend gut abgespült, bis das Wasser klar blieb, und dann über Nacht in reichlich Wasser eingeweicht. Heute habe ich das Einweichwasser abgegossen und die Kichererbsen mit frischem Wasser und etwas gekörnter Gemüsebrühe 45 min. lang gekocht, dann abgeschüttet.

Für das Curry wird reichlich Knoblauch (ich bin da nicht zimperlich; bei mir wandert locker eine Knolle ins Essen) gepellt, gehackt und in einer Pfanne in Erdnuß- oder Sesamöl angebraten, bis er leicht bräunt. Dann kommen 3 in Rauten geschnittene grüne Paprika und eine große in nicht zu feine Halbringe geteilte Zwiebel dazu und werden 2 min. angebraten. Zuletzt werden eine handvoll Mungbohnensprossen, abgetropfte Bambussprossen in Scheiben (ich habe eine kleine Dose verwendet) und die Chana Dal dazugegeben. Wieder 2 min. anbraten, dann mit 800 ml Cashew-Sahne oder einer anderen Pflanzensahne ablöschen und mit 3 TL grüner Currypaste und Gemüsebrühe nach Gusto abschmecken. Kurz köcheln lassen, bis die Cashew-Sahne Bindung bekommt (andere Pflanzensahnen müssen angedickt werden) – bitte nicht zu lange kochen, sonst wird das Gemüse lasch. Dazu hatten wir Bulgur (Wunsch vom Mann).

Das Curry sieht leider ein bissel farblos aus, was daran liegt, daß ich eben grüne Currypaste verwendet habe, die nicht so stark färbt wie rote. Die Männer, die es nicht so scharf vertragen wie ich, fanden das Curry schon ordentlich “spicy”; ich selbst habe für mich bei Tisch für meine Tellerportion noch rund 1 TL Tabasco ergänzt, bis es paßte. Fortgeschrittene Schärflinge können meiner Meinung nach den Anteil der Currypaste auf 6 – 8 TL erhöhen. Für meinen Sohn gab es die kindertaugliche Variante, gekocht mit einem milden, korianderlastigen Curry, und mit angedickter Sojamilch statt der Cashew-Sahne:

Noch ein paar Notizen:

  • Currypasten gibt es in verschiedenen Farben und mit verschiedenen Geschmacksnuancen in eigentlich jedem AsiaLaden. Für die grüne Paste werden grüne Chilis mit anderen Gewürzen zerstampft. Da einige Currypasten tierliche Bestandteile wie etwa Shrimps enthalten können, sollten Veganerinnen die Zutatenliste genau studieren
  • bei Bambussprossen gibt es qualitativ riesige Unterschiede – ich hatte auch schon mal welche, die definitiv nach Katzenfutter rochen und die ich nicht gegessen habe. Die Besten sind meiner Ansicht nach die von “Exotic Food”, importiert von Heuschen und Schrouff / Holland, die genauso zart sind wie frische Bambussprossen. Richtig gut sortierte AsiaLäden bieten frische Bambussprossen an, teilweise auch Tiefkühlware
  • wenn irgend möglich, solltest Du frische Mungbohnensprossen verwenden. Die Eingelegten aus dem Glas schmecken alle etwas zu sauer und büßen durch die Lake ihre Knackigkeit ein

Und noch eine Frage: kann mir eine von Euch einen richtig guten Reiskocher empfehlen?

Valo, 26.05.2012, 19:41 | Abgelegt unter: Rezepte | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: WochenRückblick ::

Ich habe meinem Rückblick mal eine neue Kategorie zugefügt. Und diesmal gibt’s ihn wieder am Freitag.

[Wetter] Erst tropisch (heiß und schwül), jetzt einfach heiß. Herrlich :)

[Gemacht] Date mit meinem Mann gehabt: chinesisch essen gewesen, später auf dem Michelsberrig gesessen, Erdbeeren genascht und geredet, geredet, geredet. Date mit dem anderen Mann gehabt: spätabendliche Gespräche über das Jetzt und die Zukunft. Im Garten in der Sonne gesessen und meine Sommersprossen gezüchtet. Tagebücher geschrieben. Am Rhein gewesen und den Wellen zugeguckt, die unter einem rotschimmernden jungen Mond tanzten. Klamotten aussortiert.

[Bewegt] Yoga und Radeln. Außerdem in der Küche hantiert, das ist auch ein Workout für mich.

[Genäht] Erstmal habe ich Ally’s Row-Robin-Reihe zum Thema Sterne beendet. Dann habe ich an der Row-Robin-Reihe von Steffie genäht, die sich das Thema Vorratsregal ausgesucht hat. Außerdem habe ich meinen nächsten Quilt geplant und glaube, es wird ein “Hidden Star Log Cabin”, mal wieder aus Streifen. Diesmal werde ich nur Stoffe aus meinem Stash verwenden.

[Gehört] SatKirin Kaur Khalsa (und mitgesungen). Auszüge aus dem Sri Guru Granth Sahib. Lars Kepler: Der Hypnotiseur (wieso das Buch so hochgelobt wird, leuchtet mir überhaupt nicht ein – ich fand’s langweilig und vorhersehbar). Donna Leon: Vendetta. Brendan Perry.

[Gelesen] Viel über Sikhi. Immer noch Alex Debogorski: King Of The Road. Außerdem Chris Carter: Der Vollstrecker (der Titel erinnert mich an irgendeine Fernsehsendung, kann mich aber nicht erinnern, was es war).

[Getrunken] Wasser. Jasmintee.

[Gegessen] “Honey”-Mustard-Fenchel. Spaghetti Bolognese mit frischen Tomaten. Erdbeeren. Thai-Gemüsecurry (leider nicht scharf genug). Eichblattsalat. Oliven. CurryAioli mit Chili drauf.

[Gedacht] Ich habe nachgedacht über Beziehungen, über Vereinbarungen und Kommunikation, weil ich gemerkt habe, daß ich nicht ständig Lust habe, zu reden oder mich zu erklären.

[Gelacht] Eine Menge.

[Gefreut] Über das schöne Wetter, viel Zeit für mich und viel Ruhe. Ich habe mich für meinen Mann gefreut, der eine gute Nachricht bekommen hat. Über die gute Laune meines Sohns. Über viele schöne Gespräche. Über interessante Träume.

[Geärgert] Über “Serviceinspektionen”, die seitens der Autohersteller vorgeschrieben werden und eiiiiigentlich nur ganz klein sein sollten, dann aber doch knapp die Hälfte einer “großen Inspektion” kosten. Freilich muß frau diese “Serviceinspektionen” machen lassen, weil sonst die Garantie verfällt. Njaha….

[Gelernt] Weniger ist manchmal mehr.

[Gekauft] Erdbeeren.

[Spirituelles] Meditiert (oder es versucht), Mantras gesungen. Mich mit Vögeln, Steinen, Pflanzen unterhalten. Eine kleine Reise gemacht. Verbundenheit gespürt.

[Und sonst so?] Alles im Fluß.

[Ausblick auf das Wochenende] Ein bißchen renovieren. Viel Zeit mit der Familie verbringen. Erdbeeren futtern :)

Valo, 25.05.2012, 14:22 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Alter Pfad ::

Die Standardvorstellung in Foren und privaten Mail-Gruppen lautet: ich folge dem alten Pfad (meist noch der Zusatz: seit ich 12 bin oder eben seeehr lange schon). Ich glaube, ich habe sowas vor Urzeiten auch mal geschrieben (ich habe wenig in meinem Leben ausgelassen *gacker*). Heute frage ich mich ständig: welcher alte Pfad eigentlich? Klar, die Aussage soll sowas in der Art bedeuten wie: ich bin eine Hexe, nur daß Du es weißt. Ich hab mit der Kirche gebrochen (zumindest innerlich, weil ich mich nicht traue, das meiner Familie mitzuteilen, und Weihnachten ist in der Kirche immer so nett, mit dem Posaunenchor und so). Ich hab jetzt ein Pentagramm im Esoladen gekauft und lege Tarot (auch wenn ich keinen Schimmer habe, was die einzelnen Karten bedeuten – das muß ich noch auswendig lernen).

Bin ich wirklich so zynisch geworden, was junge (oder nicht mehr junge) Frauen angeht, die sich diesem ominösen alten Pfad zuwenden? Eigentlich ja nicht. Ich befürworte das total. Ich glaube eher, daß mich die Hilflosigkeit der spirituellen Sehnsucht selbst hilflos macht. Wohin wendest Du Dich, wenn Du merkst, daß Dir die hohlen Phrasen der androzentrischen, monotheistischen Kirche und des kapitalistisch-patriarchalen Staats keinen Inhalt vermitteln, Deine Seele nicht berühren, Dich nicht sattmachen? Spiritualität ist meiner Ansicht nach genauso ein Grundbedürfnis wie Essen, Trinken, Schlafen, Schmusen. Mit Spiritualität ist es in unserer Gesellschaft aber nicht weit her. Es geht um Leistung, Profitmaximierung, Besitz und die ganzen anderen patriarchalen Vokabeln. Kennst Du das Gefühl, wenn Du ausgepowert nach einem langen Arbeitstag, einem Arzttermin und stressigem Shopping endlich daheim sitzt, Dein Körper nach Entspannung giert, aber Deine Seele sich so leer, hungrig, unerfüllt fühlt? Dieses Gefühl ist der Stein des Anstoßes, damit geht es los. Es wahrzunehmen ist eine Sache, es zuzulassen eine andere. Wir bekommen so viele Möglichkeiten geboten, dieses Gefühl zu unterdrücken (Suchtstoffe wie Spaß, Fernsehen, Alkohol, …), daß es natürlich verlockend ist, einfach nachzugeben. Aufzugeben.

Die Geschichte des Patriarchats ist auch die Geschichte der Vernichtung von weiblicher Kultur, weiblichem Wissen und Frauen an sich. Gynozid wird das auch genannt: Völkermord an Frauen. Ich meine jetzt nicht nur die sog. Hexenverfolgungen, die keineswegs eine Erscheinung des späten Mittelalters / der frühen Neuzeit waren – sie finden bis heute statt. Ich rede von der systematischen Ausrottung von Frauen, ihrer Künste, ihrer Wissenschaften, ihrer Belange seit mehr als 6000 Jahren (wenn Dich das Thema näher interessiert, empfehle ich Dir die Lektüre von Mary Daly, Irene Fleiss, Heide Göttner-Abendroth, Kirsten Armbruster – aber Vorsicht, das könnte Dich ernsthaft erschüttern). Keine vermag sich vorzustellen, wie viel uns durch den Gynozid an Wissen, Künsten, Geschichten verloren gegangen ist. Unsere patriarchale Schulbildung sorgt dafür, daß wir meinen, daß nach der Steinzeit gleich die Pharaonen kamen, dann die Griechen und Römer, dann die Wikinger, dann die Globalisierung. Das, was uns als Geschichte verkauft wird, ist eine zensierte, androzentrische, patriarchale Geschichtsschreibung. Einzelne Frauengestalten kommen vor, werden geduldet, aber ansonsten scheint es, als wären die Frauen immer brav bei Heim und Herd geblieben, während ihre heroischen Männer auszogen, die Welt nach ihrem Bild zu formen. Während ich das schreibe, merke ich, wie sehr mich das inzwischen langweilt, dieses Bild von den er-schaffenden, formenden, aktiven Männern und den passiven, rezipierenden Frauen *gähn* Mein Punkt ist der: es gibt einfach keinen “alten Pfad”, an den wir Frauen anknüpfen können.

Ich bin ja eher eine praktisch veranlagte Menschin und darum beschreibe ich das, was ich für den “neuen Pfad” halte, geboren aus spirituellem Hunger und spiritueller Lust, aus Freude am FrauSein und aus dem Wunsch heraus, auf eine Entdeckungsreise zu gehen, fernab von den ausgelatschten Wegen des Patriarchats. Ich bin auch eine, der sich die Zehennägel hochrollen, wenn ich Spiri-Bücher lese, in denen Spiritualität vom Alltag getrennt wird (erkennbar an Formulierungen wie “richte Dir am Wochenende etwas Zeit zum Meditieren ein” – argh!). Spiritualität halte ich für eine Kommunikationsform, doch anders als bloßes SmallTalkBlabla erfordert sie meine Bereitschaft, wirklich zuzuhören, wirklich offen zu sein, wirklich hinzugucken. Wenn ich mit Frauen schamanisch arbeite, kann es sein, daß sie mir erzählen, daß sie seit Wochen immer wieder ganz engen Kontakt zu Mäusen, Schmetterlingen oder Vögeln haben. “Meinst Du, das soll mir was sagen? Kann doch nicht sein, oder? Ist ja Quatsch”. Klar, weil uns antrainiert worden ist, unserer Intuition, unserem Gefühl zu mißtrauen, diesem ganzen Weiberkram. Wann hast Du zuletzt gehört “jetzt denk doch mal logisch!”, als wäre das bei Dir als Frau eine Ausnahme? Und je öfter Du versuchst, den männlichen Ansprüchen zu genügen, sei es in puncto Aussehen, bei Gesprächen, beim Denken, desto weniger Vertrauen hast Du in Dein ureigenes Bauchgefühl. Denn das macht ja gerade uns Frauen aus: unser Bauchgefühl. Unser Bauch ist der Sitz des Lebens, unserer Kraft, unserer Intuition. Worüber, wenn nicht über den Bauch, sind wir mit unseren Ahninnen und unseren Kindern verbunden? Also, da suchen immer wieder bestimmte Vögel Deine Nähe. Soll Dir das was sagen? Ja! Nur: was es Dir sagen soll, mußt Du selbst rausfinden. Es gibt keine Standardantworten. Hör ihrem Lied zu, schau ihr Gefieder an, lies im Internet oder in Büchern über ihre Lebensweise. Stell Dir ein Bild oder eine Postkarte von ihnen ans Bett und denk vorm Einschlafen an sie – vielleicht wird Dir ein Traum geschenkt. Das Patriarchat hat uns zu kleinen Zahnrädern im monströsen Getriebe dieser Gesellschaft gemacht, da sind wir nichts Besonderes, eine Nummer. Verbindung mit Deiner Eigen-Macht heißt jedoch: ich bin besonders. Ich bin toll. Ich verdiene Gutes und Schönes. Die ganze Welt lacht mir zu und ich lache zurück.

Manchmal, in meinen gänzlichen unzynischen Momenten, da stelle ich mir vor, daß der alte und der neue Pfad eins sind. Wie das alte weibliche Symbol der Schlange, die sich in ihren eigenen Schwanz beißt.

Valo, 23.05.2012, 13:21 | Abgelegt unter: Gynozentrisches,SchaMagisches | RSS 2.0 | TB | 14 Kommentare

:: GenderCorrectness? ::

Ich muß mal über zwei Dinge in puncto GenderCorrectness motzen.

Erstens nervt es mich total, daß mich jeder piefige OnlineShop, bei dem ich was bestelle, danach fragt, ob die korrekte Anrede “Herr” oder “Frau” sei. Abgesehen davon, daß mir immer ein paar Optionen fehlen (z.B. “Herrin”, “beides”, “egal”, “weder – noch”), finde ich, daß die das einen feuchten Kehrricht angeht, welchem Geschlecht ich mich (oder ich mich nicht) zugehörig fühle.

Zweitens irritieren mich Klo-Beschilderungen. Wenn ich das Klo benutze, das laut Türsymbol für Menschen mit kurzen Haaren und Hosen gedacht ist, stehe ich etwas ratlos vor nem Pissoir. Das Klo, das laut Türsymbol für Menschen mit langen Haaren und Rock gedacht ist, kann mich ja nicht meinen. Behinderte gelten bei Klo-Beschilderungen generell als geschlechtslos – einziges Merkmal ist der Rollstuhl. Aber wieso kommen mir dann ständig Menschen ohne Rollstuhl aus diesen Klos entgegen?

Ich bin verwirrt.

Valo, 22.05.2012, 13:04 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: Tausch mit Mrs Blumbärchen ::

Zum dritten Mal haben Gabriele und ich getauscht. Sie hat von mir Tante Annas Tasche bekommen und dafür hat sie mir den schnuffeligen Dominik genäht. Ist er nicht total süß mit seinen dreckigen Pfötchen und dem ebenso dreckigen Näschen? <3

Allerdings wartete in dem Paket, in dem Dominik zu mir geflogen kam, noch eine weitere riesige Überraschung für mich:

Eine ganze Sammlung von Schneckenhäusern in einem total tollen Kasten. Mensch, hab ich mich freut! Ich bin doch eine leidenschaftliche Schneckenhaussammlerin. Vielen Dank, liebe Gabriele *drück*

Valo, 21.05.2012, 13:19 | Abgelegt unter: Täusche | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: ApplikationsTutorial ::

Als ich mit Nähen angefangen habe, haben mich ApplikationsQuilts fasziniert, allerdings stand bald zweierlei fest: erstens werde ich niemals Applikationen mit der Hand aufnähen und zweitens bin ich zu ungeduldig, sie per Maschine mit engem Zickzackstich  (“Satinstich”) zu umrunden. Dieser hat nämlich auch den Nachteil, daß ein einziges Verrutschen und Zucken dazu führt, daß die ganze Applikation stümperhaft aussieht. Und welche will schon etwas mit viel Liebe und Zeit nähen, was dann Kacke aussieht? Die Lösung besteht für mich in Applikationen mit Vliesofix, die ich mit Steppstich (= einfach geradeaus) umrunde. Da ich immer mal wieder nach der Haltbarkeit dieser Form der Applikation gefragt werde, erzähle ich einfach mal von meinem Wohnzimmerkissen. Es ist vielbeschäftigt, z.B. als LaptopUnterlage, in geknickter Form als Buchstütze, in zerkrumpelter Gestalt als Katzenschmusekissen und gelegentlich auch als Wurfgeschoß gegen besonders lästige Exemplare der Gattung Mensch :mrgreen: Entsprechend oft wurde der Kissenbezug schon gewaschen und gebügelt. Die Applikationen haben darunter kein bißchen gelitten; hin und wieder löst sich mal ein einzelner Faden, den ich dann – lieblos, ich weiß – einfach abrupfe, weil ich zu faul bin, mir eine Schere zu holen. Die GeradstichApplikation würde ich also definitiv als alltagstauglich bezeichnen. Und jetzt machen wir das mal.

Für das Tutorial habe ich mir als Vorlage eine Zeichnung von meinem Sohn genommen (nicht annektiert, sie war ein Geschenk). Das Bild zeigt eine chinesische Glückskatze, die das Glück herbeiwinken soll.

Als Hintergrund für die Applikation habe ich mir japanisches Leinen ausgesucht (16 1/2” im Quadrat), das ich mit einem weichen Baumwollvlies hinterfüttert habe. Das Vlies ist mit Stoffsprühkleber fixiert. Leinen hat für mich eine unwiderstehliche Griffigkeit, dabei eine schöne, körnige Struktur und obendrein bringt es restlos alle Farben zum Leuchten.

Das Vlies, das die Applikationen mit Steppstich möglich macht, nennt sich Vliesofix. Es ist ein zweilagiges Produkt, das aus einer netzartigen Klebeschicht und einem Trägerpapier besteht. Seine Aufgabe ist es, die einzelnen Applikationsteile auf dem Hintergrundstoff aufzukleben und gleichzeitig dafür zu sorgen, daß diese nicht mehr ausfransen können.

Der erste Arbeitsschritt besteht darin, daß die einzelnen Teile des Applikationsmotivs abgemalt werden. Beim Vliesofix wird immer die Seite mit dem Trägerpapier beschrieben und wie Du auf dem Photo sehen kannst, ist diese transparent, so daß exaktes Arbeiten möglich wird. Wichtig: wenn Du ein Motiv auf das Vliesofix zeichnest, erscheint die fertige Applikation später spiegelverkehrt. Wenn Du z.B. ein E applizieren willst, mußt Du den Buchstaben so auf das Vliesofix zeichnen, daß er eher wie eine 3 aussieht. Bei “neutralen” Formen wie Herzen, Kreisen etc. ist das wurscht, aber im weiteren Verlauf des Tutorials wirst Du sehen, daß ich faule Socke die Zeichnung meines Sohnes nicht gespiegelt habe und demnach die fertige Applikation spiegelverkehrt aus der Wäsche guckt.

Meine Applikationsvorlage besteht aus mehreren “Ebenen”: die Katze sitzt auf einem Podest und damit die Applikation vernünftig aussieht, pause ich das Podest 1 : 1 ab, verlängere aber die Katzenform nach unten (bei obigem Bild bitte genau hingucken), damit ich das fertige Katzenteil ein paar Millimeter hinter das Podestteil schieben kann. Im Laufe der Zeit bekommst Du ganz von selbst ein Auge für diese Ebenen, und wenn Du Dich am Anfang unsicher fühlst, kannst Du ja auch fertige Applikationsvorlagen verwenden.

Sobald alle Formen auf dem Vliesofix aufgezeichnet sind, schneide ich sie grob aus – keinesfalls direkt auf den Linien! Außerdem überlege ich mir schon jetzt, welche Farbe (bzw. welchen Stoff) ich für die einzelnen Teile verwenden will und notiere das direkt auf den Teilen.

Im nächsten Arbeitsschritt bügle ich die Vliesofix-Teile auf die linke Seite meiner ausgewählten Stoffe. Das ist auch der Grund dafür, daß die Vorlage gespiegelt wird. Wichtig ist, daß die Stoffe schön glatt sind. Hubbel, Falten und anderes werden ansonsten Teil der fertigen Applikation, was in der Regel nicht gewünscht ist, durchaus aber auch seine Reize haben kann. Falls Du bestimmte Motive auf einem Stoff verwenden willst, kannst Du die Vliesofix-Form so auf den Stoff auflegen, daß das Motiv erfaßt wird.

Nun werden die einzelnen Teile exakt ausgeschnitten. Viele Quilterinnen verwenden dafür sehr teure Scheren; ich selbst bin mit einem Rollschneider und einer piefigen Kinderbastelschere für einsfuffzich vollauf zufrieden. Und meine Schneidematte darf so aussehen, denn sie befindet sich täglich im BootCamp!

Da sind meine fertigen Stoffteile.

Was jetzt folgt, ist ein bißchen filigran, macht aber auch am meisten Spaß, nämlich das Zusammensetzen der Applikation. Dazu ziehst Du zunächst das Trägerpapier von allen Teilen ab (ihre Rückseite ist jetzt mit der netzartigen Klebeschicht bedeckt) und arrangierst sie auf dem Leinenstoff, bis Dir die Applikation gefällt.

Ich habe dazu immer wieder mit der Vorlage verglichen, bis es für mich paßte.

Um die Applikation zu fixieren, muß sie gebügelt werden. Mein Tip: ohne Dampf und keinesfalls das Bügeleisen hin- und herbewegen, sondern punktuell aufdrücken, ein paar Sekunden warten, dann heben und an anderer Stelle aufsetzen. Falls Du das Bügeleisen hin- und herschiebst, riskierst Du, daß die mühsam zusammengesetzte Applikation verrutscht. Erst wenn alle Applikationsteile fixiert sind, bügel ich noch einmal komplett drüber, damit der Hintergrundstoff auch schön glatt wird.

Nun wird genäht. Zum Applizieren verwende ich den Steppstich, stelle aber die Stichlänge auf 1,5 mm, also sehr fein. Die 0 in der oberen Zeile sagt, daß es keinen Abstand zwischen den einzelnen Stichen gibt. Vorteil: die fertig genähten Linien sehen aus wie gemalt und die Applikation erhält – vor allem bei der Verwendung von schwarzem Garn – eine Art Comicfiguren-Charme. Damit die Applikation schön sauber wird, nähe ich direkt geradeaus und sichere die Fäden nicht mit Rückstich. Wichtig ist hierbei lediglich, daß die Fadenenden etwa 10 cm lang sind, damit Du sie später gut vernähen kannst. Garnsparen ist schön, aber bitte nicht hier.

Hier siehst Du, daß ich immer etwa 1/8” neben dem Rand der Applikationsform nähe. Für mich ist es am einfachsten, wenn ich so herum nähe, daß der Hintergrundstoff immer rechts von der Applikation liegt, aber das mußt Du für Dich selbst ausprobieren. Auf diesem Bild erkennst Du auch, daß die Katzenform ein wenig hinter die Podestform geschoben wurde. Gesichert wird die Unterseite der Katze durch die Naht an der Oberseite des Podests. Dadurch verrutscht nix. Für das Ende einer Naht gibt es zwei Möglichkeiten: entweder sie endet an der Stelle, wo ich sie begonnen habe, oder sie endet an einer anderen Stelle. Egal wo, wichtig ist, daß auch hier die Fäden wenigstens 10 cm lang belassen werden, damit sie später gut vernäht werden können. Also nicht zu knapp abschneiden, wie auf dem folgenden Bild gut zu sehen (oder die Katze hatte einen schweren Unfall und befindet sich gerade gut verkabelt auf der Intensivstation, hahaha! He, ich darf solche Witze machen!):

Auf der Kinderzeichnung hatte die Katze einige feine Linien im Gesicht und an den Krallen. Ich markiere diese Linien mit einem sehr weichen Bleistift auf dem Stoff und sticke sie dann sozusagen auf. Auch hier wieder die Garnenden schön lang belassen.

Die Bleistiftstriche verschwinden hinter dem Garn, und sollten sie doch mal hier und da hervorblitzen, keine Panik. Mit einem sauberen Radiergummi kann frau sich behelfen, oder Du wartest, bis das fertige Teil einmal in der Wäsche war. Um die Gesichtslinien so ausdrucksstark hinzubekommen, habe ich sie zweimal übernäht. Außerdem siehst Du, daß ich die Ohren ebenfalls zweimal genäht habe und in diesem Fall nicht direkt Naht auf Naht. Der Grund dafür ist, daß ich ja hier eine Kinderzeichnung als Vorlage nehme und möchte, daß ihr Charme erhalten bleibt. Zu perfektes Arbeiten ist in diesem Fall nicht so angebracht wie bei vielen anderen Gelegenheiten. Ich muß allerdings zugeben, daß es mich auch ein bissel Mut kostet, mich vom Wunsch nach Perfektion zu lösen.

So sieht jetzt die fertig genähte und bestickte Applikation aus:

Ziemlich wirr, nicht wahr? Darum folgt jetzt auch der mühseligste und langweiligste Schritt der Applizierens: das Vernähen der losen Enden. Da die Enden ja nicht mit Rückstich gesichert sind, würden sich die Nähte im Laufe der Zeit lösen, wenn wir sie nicht vernähen würden. Die meiner Meinung nach eleganteste Art des Vernähens geht so: Fäden, die aus derselben Stoffstelle herauskommen, durch ein Nadelöhr fädeln und auf die Rückseite des Nähguts ziehen (Bild vergrößern hilft). Frau beachte die Katzenpfote:

Sieht doch schon gut aus.

Auf der Rückseite werden alle Fäden, die aus einer Stelle herauskommen, zusammengefaßt und verknotet, dann wird der Faden kurz über dem Knoten gekappt.

 Voilà: Vorderseite perfekt, Rückseite gesichert.

Leider mußt Du das jetzt mit allen losen Fäden machen – ich empfehle dazu dringend ein Hörbuch. Wenn Du fertig bist, sieht die Rückseite so aus:

Und die Vorderseite so:

Hurra!

Als nächstes werde ich noch Perlen für die Pupillen und anderen Dekoschnickschnack aufnähen und aus meiner Applikation ein Kissen nähen. Wie das geht, zeige ich demnächst, incl. eines Tutorials für ein komplett maschinengenähtes, perfektes Binding. Neugierig? Stay tuned!

Hier noch ein paar Tips:

  • eine besonders präzise Möglichkeit, Ecken zu nähen, besteht darin, bis 1/8” vor die Ecke zu nähen, die Nadel dann im Stoff zu versenken (mittels kurzem Antippen des Pedals oder durch die Bedienung des Drehrads an der Seite der Nähmaschine), das Nähfüßchen anzuheben, den Stoff um 90° zu drehen, dann das Nähfüßchen wieder zu senken und weiterzunähen.
  • während Du auf der Vorderseite der Applikation pingelig genau darauf achten solltest, beim Vernähen wirklich immer nur Fäden zu erfassen, die aus einer Stoffstelle herauskommen, kannst Du auf der Rückseite auch Fäden miteinander verknoten, die im direkten Umfeld voneinander herauskommen. Sieht ja niemand.
  • falls doch jemand die Rückseite Deiner Arbeit sieht, wie etwa bei Tischsets, Quilts etc., gibt es einen Trick, um den Knoten zu verbergen. Nachdem Du ihn gebunden hast, fädelst Du alle Fäden, die ihn bilden, in eine Nadel ein. Mit ihr stichst Du in die Stelle Deiner Arbeit ein, aus der sie herauskommen, stichst dabei aber nicht durch alle Lagen hindurch, sondern nur durch die oberste Stoff- oder Vliesschicht. Dann schiebst Du die Nadel ein paar Zentimeter unter dieser einen Lage weiter und läßt sie dann wieder auftauchen. Zieh am Faden, bis ein Teil von ihm samt Knoten verschwindet. Zieh sanft noch einen Zentimeter weiter und schneide dann alle Fäden ganz knapp über dem Stoff ab. Der Knoten ist versteckt und trotzdem gesichert. Applizieren und Quilten für Angeberinnen!
  • nach einigen extrem frustrierenden Erlebnissen mit deutschem “Quiltgarn” bzw. Polyestergarnen, arbeite ich ausschließlich mit amerikanischen Quiltgarnen aus 100 % Baumwolle. Anders als Polyestergarne fressen sie sich nicht in den Stoff hinein und ruinieren ihn demzufolge auch nicht. Außerdem sind sie sehr robust und mit den Händen praktisch nicht zu zerreißen.
  • die Garnstärke nimmt entscheidend Einfluß darauf, wie die Applikationsnähte wirken. Mir persönlich gefällt sehr dünnes Garn so überhaupt nicht, weswegen ich relativ Dickes verwende. Für gestickte Highlights verwende ich sogar noch dickeres Garn, das etwa die Stärke von zwei bis drei Fäden Handstickgarn hat.

Falls Du mein Tutorial verwendest, um Applis zu machen, würde ich mich natürlich riesig freuen, wenn Du mir hier ein Kommentar hinterlassen und – sofern Du ein Blog schreibst – den Link zu einem Photo posten würdest <3

Valo, 20.05.2012, 19:43 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | 6 Kommentare

:: WochenendRückblick ::

Mein Wochenende hatte dank Feier- und Brückentag vier Tage, also ist der Rückblick a weng länger als sonst :)

[Wetter] Sommerlich warm und sonnig mit einem Spektakel von einem Gewitter direkt über unserem Dorf.

[Gemacht] Den Kühlschrank saubergemacht (das war der romantische Teil des Wochenendes^^). Mir dabei den Rücken verknackst und ein paar Tage “leguanisiert”. Beim Verlegen des neuen Küchenbodens zugeguckt. Auf einem privaten Flohmarkt gewesen. Mit unserer Freundin Tanja im Café Pan gewesen. Im Garten Unkraut gerupft. Im Botanischen Garten / Schloßgarten Karlsruhe gewesen und Eis gefuttert.

[Gehört] Harry Potter And The Philosopher’s Stone. Skunk Anansie: Wonderlustre. 108 Sacred Names Of Mother Divine. SatKirin Kaur Khalsa. Val McDermid: Schleichendes Gift. Faith No More. Brendan Perry. Depeche Mode. Tool.

[Gelesen] Alex Debogorski: King Of The Road / True Tales From A Legendary Ice Road Trucker.

[Getrunken] Wasser. Darjeeling. Grüntee Jasmin.

[Gegessen] Brotzeit mit EdamameSalat, CurryAioli, Brötchen und Co. Scharfes Gemüsecurry mit Reis. Spargel mit Salzkartoffeln und Hollandaise. Erdbeeren. Buchweizenpfannkuchen mit Pilzen, Spinat und Tomaten. Schoko-Pfannkuchen. Salat. Vollkornpizza mit CashewCreme, violettem Spargel, Artischockenherzen, Tomaten und Oliven.

[Gedacht] Anfang Mai hat mein Blog seinen 4. Geburtstag gefeiert. In diesem Zusammenhang habe ich darüber nachgedacht, warum ich schreibe, für wen ich schreibe und wie es in Zukunft weitergehen wird.

[Gelacht] Über nichts Spezielles, aber gerade den Samstag und den Sonntag über habe ich mich heiter, gelassen und fröhlich gefühlt.

[Gefreut] Küchenboden, Küchenboden, Küchenboden! Unser wilder Garten hat mich mit einem blühenden Pfingstrosenbusch überrascht. Und ich hatte das Gestrüpp anfangs für Unkraut gehalten – das spricht eindeutig für meine gärtnerischen Fähigkeiten, ähem.

[Geärgert] Mein BlueberryQuilt ist zu groß. Ich kriege ihn nicht durch die Maschine bewegt. Habe ihn jetzt erstmal zusammengefaltet und in den Schrank geräumt. Menno. Und: Monsanto hat Kiepenkerl-Saatgut aufgekauft, was den sofortigen Boykott dieser Produkte meinerseits zur Folge hat. Ist doch ätzend.

[Gelernt] Mit Schweigen komme ich manchmal weiter als mit Reden. Sehr halsschonend.

[Gekauft] Eine neue Trinkflasche. Zwei Bücher. Kleidung für Mann, Kind, moi. Dafür habe ich auch direkt zwei Säcke alte, ausgeleierte, ausgeblichene, von Katzenkrallen zerrupfte Klamotten aussortiert. Jetzt ist mein Schrank wieder schön übersichtlich.

[Spirituelles] Mantras gesungen und festgestellt, daß ich es einfach nicht schaffe, eine halbe Stunde ruhig sitzen zu bleiben und zu meditieren. Crafting is a compulsion – I craft because I must. Meditation is optional.

[Und sonst so?] Ich habe ein Applikations-Tutorial gemacht, das ich im Laufe des Abends online stelle.

[Ausblick auf die nächste Woche] Nur Yoga, sonst keine Termine = viel Zeit für mich, bevor die Pfingstferien anfangen. Ich werde ein bissel lesen, ein bißchen nähen und die Dinge sehr entspannt angehen. Außerdem möchte ich meine Reihe für den ersten RowRobin fertig bekommen, damit er weiterwandern kann.

Valo, 20.05.2012, 17:21 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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