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Archiv: Juli 2011

:: Minestrone ::

Bei herbstlichen 17° C brauche ich warme Suppen, literweise Tee und meine Kuscheldecke. Heute gibt’s das Rezept für unsere Sonntagssuppe, eine feine Minestrone.

Eine weiße Zwiebel würfeln und zusammen mit einer handvoll gepellter und grob gehackter Knobizehen in etwas Rapsöl in einem großen Topf glasig dünsten. Zwei gewürfelte Möhren, vier in feine Halbmonde geschnittene Stangen Staudensellerie, zwei gewürfelte Zucchini und zwei ebenfalls gewürfelte Paprikaschoten dazugeben und kurz mitanbraten, dann mit 2 l Gemüsebrühe ablöschen. Zwei Lorbeerblätter und drei ganze Pfefferkörner hinzufügen. Die Suppe aufkochen und dann bei reduzierter Hitze 2 Minuten simmern lassen. Eine handvoll eifreier Suppennudeln hinzugeben und weitere 6 Minuten köcheln lassen. 7 EL kleine, weiße Bohnen (ich war faul und habe fertig vorgekochte aus der Dose genommen) dazugeben und kurz warm werden lassen, jedoch nicht mehr kochen. Die Suppe mit Basilikumpesto und rotem Tomatenpesto abschmecken. Welche kein Tomatenpesto hat, schnippelt einfach ein, zwei Tomaten dazu. Mit gehackter Petersilie bestreut servieren.

Ich verwende generell gern weiße Zwiebeln, weil ich deren feineres Aroma und ihre weniger stark als bei braunen Zwiebeln ausgeprägte Schärfe schätze. Unser Tomatenpesto machen wir selbst: 12 getrocknete und in Öl eingelegte Tomaten mit Zwiebel- und Knobi nach Gusto, etwas krauser Petersilie und ein wenig Aceto Balsamico Bianco pürieren. Auch fein auf’s Bütterken.

Die Minestrone hatte zudem einen nicht zu verachtenden Kinder-Bespaßungsfaktor beim Schnippeln und Rühren :)

Valo, 31.07.2011, 20:35 | Abgelegt unter: Rezepte | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Konsumverzicht, Dumpstern, Freeganism ::

Das Jahr 2011 beschenkt mich reich mit bescheuerten Malässen, welchen ich aber doch noch was Positives abringen kann: wenn ich schon nicht gehen / nähen / andere coole Sachen machen kann, dann kann ich wenigstens vorm PC hocken und mich durchs Internet klicken. In den letzten Wochen befasse ich mich also einmal mehr mit Konsumverzicht und damit verbunden mit Dumpstern und Freeganism.

Dumpstern bezeichnet das Befreien von noch eßbaren Lebensmitteln aus Müllcontainern (“Dumpster Diving”). Klingt für Amala Normalverbraucherin erstmal ein bißchen nach Pfuideibel, aber nach tagelangem Einlesen in einschlägige Websites empfinde ich den Gedanken inzwischen nicht nur als ok, sondern geradezu als erstrebenswert. Was mich betrifft, so sehe ich die Motivation, Lebensmittel aus Müllcontainern zu befreien, darin, daß die EU per se 30 % Überschuß erwirtschaftet, also konkret gesagt für die Mülltonne produziert, während Menschen weltweit – also auch direkt HIER – (ver)hungern. Möglich wird diese diabolische Art der Lebensmittel- und Ressourcenverschwendung durch das komplette System, das sie fördert und befürwortet. Ich nenne dieses System Patriarchat, aber es soll ja auch Idealistinnen geben, die es Demokratie (“Volks-Herr-schaft”) nennen. Muhahahaha! Das Patriarchat ist ein System des Mangels. Es erzeugt in jeder Hinsicht Mangelzustände und versucht durch gezielte Kampagnen, diese als Trends hinzustellen, denen alle Menschen nacheifern sollen. Hierbei spielen die Medien eine große Rolle, die diese “Messages” unter die Menschen bringen. Konsum ist ein Zahn im Getriebe des Patriarchats. Konsum erzeugt Mangel: Mangel an Fähigkeiten / Fertigkeiten, Mangel an Biodiversität, Mangel an Sozialkontakten etc. Da muß frau mal wieder fragen: wem nutzt das? Wem nutzt es, wenn wir mediengläubig und unselbständig sind, wenn wir nix mehr allein auf die Kette kriegen und immer mehr vereinsamen?

Aber zurück zum Thema.

Fakt ist, daß die Lebensmittel, die in den Müllcontainern der Lebensmittelmärkte landen, in vielen Fällen noch gut eßbar sind, jedoch aussortiert werden, weil sie z.B. nicht mehr hübsch aussehen, weil ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist (also das Datum, bis zu dem sie mindestens haltbar sind), weil der Laden eine Neulieferung bekommen hat und Platz braucht etc. Die wenigstens Läden machen sich die Mühe, diese Lebensmittel an arme Menschen oder Organisationen wie die Tafeln abzugeben, denn das wäre “nicht wirtschaftlich” und würde “zuviel Aufwand” bedeuten. Gleichsam ist das Dumpstern in Deutschland eine Straftat (das, was andere auf den Müll werfen, zu verwerten, heißt im Juristendeutsch Diebstahl). Und das finde ich wirklich perfide. Meiner Ansicht nach sollte es vielmehr strafbar sein, in Anbetracht der vielen Menschen, die an der Armutsgrenze leben bzw. arm sind, Lebensmittel wegzuwerfen, aber ich schätze, das ist nicht populär.

Wenn ich mir so angucke, was Dumpster Diver aus den Containern holen, wird mir ganz schwach. Denn in der Regel zeigt ihre Ausbeute nur einen winzi-winzi Bruchteil dessen, was tatsächlich in den von ihnen besuchten Containern war, und zwar in nur einer Nacht. Rechnet das mal auf alle Container aller Supermärkte in allen Nächten hoch. Hunger in Somalia? Wäre wohl nicht mehr nötig. Umso mehr disst mich das hohle, pseudobetroffene Politiker- und Mediengeschwätz zu diesem Thema, Sakra!

Ein Begriff, der im Zusammenhang mit Dumpstern öfter auftaucht, ist Freeganism. Freeganism ist eine Wortneuschöpfung aus den Begriffen Free und Veganism, bezeichnet der Theorie nach also Güter, die umsonst und vegan sind. Dabei geht es keinesfalls nur um Lebensmittel, sondern auch um Kleidung, Gebrauchsgegenstände, Transportmöglichkeiten und Co. Auf der oben zuerst verlinkten Website fand ich den Gedanken, daß zu einer freeganen Lebensweise auch der Gebrauch von nicht-veganen Dingen gehören kann /sollte, weil diese Dinge ja bereits hergestellt und weggeworfen wurden, also am Ende der “Nahrungskette” angelangt waren, bevor sie befreit wurden, und durch ihre Befreiung ihre Herstellung nicht initiiert wurde. Den Gedanken kann ich persönlich sehr gut nachvollziehen, muß allerdings sagen, daß für mich zumindest nicht-vegane Lebensmittel nicht mehr in Frage kommen – aber das muß frau individuell entscheiden. Für mich gehören zu freeganer Ernährung übrigens auch Wildkräuter, – früchte und -gemüse, mal so am Rande erwähnt. Motor der Freeganism-Bewegung ist der Konsumverzicht.

Wie so oft, wenn mich ein Thema packt, stolperte ich auch hier mal wieder über das feine Wyrd-Gewebe – oder für meine nicht-so-spirituellen-Leserinnen: ich wurde von Synchronizitäten heimgesucht. Zur Zeit lese ich nämlich wieder einmal das großartige “Starke Medizin”-Buch von Luisa Francia (das ich allen, die ihren Weg der Heilung selbstbestimmt gehen möchten, wärmstens ans Herz lege), in dem sie schreibt, daß sie schwer interessant findet, was eine Gesellschaft so alles wegwirft, weil das mehr über die Gesellschaft zu sagen vermag als all ihre Medien, Politiker und Vorzeigemenschen zusammen. Mal frei von mir interpretiert.

Da kann frau eigentlich erstmal nur schreien und dann hoffentlich umdenken und aktiv werden. Welcher das Dumpstern zu extrem erscheint, kann ja einfach mal beim nächsten Supermarktbesuch anfangen, Kontakte zu knüpfen. Die Mitarbeiterinnen, die Regale neu befüllen, sind eine gute Anlaufstelle, um danach zu fragen, ob es nicht abgelaufene, aussortierte Lebensmittel geschenkt gibt. Ganz wichtig: sei höflich und charming, damit erreichst Du mehr. In der Regel wird die Antwort lauten, daß sie diese Lebensmittel nicht weitergeben dürfen. In diesen Fällen kann es hilfreich sein, ganz offen über Deine Motivation zu sprechen. Erzähl von Deinen Sorgen angesichts der großen Berge noch eßbarer Lebensmittel, die im Müll landen, und mach Deine Betroffenheit transparent. Der Schlüssel liegt meiner Erfahrung nach in Deiner Authentizität. In kleinen Läden bzw. Hofläden kannst Du Dich auch direkt an den Inhaber wenden, der keinen Vorgesetzten vorschieben kann. Und noch ein unchristlicher Tip: sag, daß Du zu arm bist, um Dir Essen zu kaufen, auch wenn das gar nicht stimmt, sofern Du keine Angst hast, in der patriarchalen Hölle zu landen, wenn Du lügst. Ob eine Lüge oder das Wegwerfen dieser Lebensmittelberge unmoralischer ist, mußt Du selbst entscheiden.

Abschließen möchte ich mit den unsterblichen Worten von Depeche Mode: Don’t just stand there and shout it – do something about it!

Valo, 30.07.2011, 20:54 | Abgelegt unter: Ernährung,Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 6 Kommentare

:: Pilzsuppe mit Kokosmilch ::

Ich geb’s zu, der Titel klingt jetzt nicht so spannend und eigentlich habe ich auch keinen Kracher erwartet, als ich diese Suppe für die letzte Woche einplante. Sie sollte schnell gekocht werden können und zusammen mit ein paar Broten satt machen, das waren die einzigen Herausforderungen in einer weiteren stressigen Renovierungs- und Umziehwoche. Außerdem habe ich schon zig vegetarische Pilzsuppen gekocht und alle waren oooookay, aber eben keine lukullischen Genüsse erster Güte. Umso mehr war ich von dieser Suppe überrascht! Sie ist einfach sowas von YUMMY, daß ich sie bald wieder machen werde. Und schnell gehtse auch.

1 große weiße Zwiebel und Knobi nach Gusto (ich nahm wie immer viel…wirklich viel) pellen, hacken und in etwas Rapsöl glasig dünsten. 600 g geputzte, halbierte Pilze (ich lasse Huthaut und Stiel immer dran, schneide nur die Schnittstelle am Stiel ein bissel ab) dazugeben und ein paar Minuten anrösten. Mit einem großen Schluck Weißwein ablöschen. Dann zwei Dosen (also 800 ml) Kokosmilch und 300 ml Wasser zufügen, das Ganze kräftig mit gekörnter Gemüsebrühe abschmecken und aufkochen. Bei reduzierter Hitze maximal fünf Minuten köcheln lassen, dann pürieren. Da ich gern scharf esse, könnte ich mir dazu noch frische Chili vorstellen, aber das ist Geschmackssache.

Dazu hatten wir überbackene Toasts. Toasts anrösten, dann mit Margarine bestreichen und mit in Scheiben geschnittenen Tomaten und Oliven belegen. Mit Knobi, Pizzakräutern, weißem Pfeffer und Rauchsalz bestreuen. Aus 1/2 Becher Cashewkernen und 1/2 Becher Wasser eine Creme mixen und darüberträufeln. Bei 200° C ca. 10 min. überbacken.

No picture. Was just too gorgeous.

Valo, 30.07.2011, 11:20 | Abgelegt unter: Rezepte | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

:: Eine geht noch ::

Wir haben drei Katzen, d.h. zwei Kätzinnen und einen Kater. Die beiden Damen haben wir aus der Arche Noah in Schwetzingen. Als wir sie Ende 2009 adoptiert haben, gab es noch zwei Katzen, denen ich gern ein Heim geschenkt hätte. Einmal ein tauber Kater und dann eine extrem scheue Katze. Aber damals lebte noch unsere Minerva und fünf oder sechs Katzen, dafür hätte der Platz hier in unserem noch-Haus in Waghäusel einfach nicht gereicht. Kurz nach der Adoption unserer beiden Katzendamen starb Minerva, aber da die beiden jungen Katzen und unser Kater sich gerade anfreundeten, wollten wir das labile Gefüge nicht stören.

Letztes Wochenende habe ich dann mal wieder auf der Website der Arche reingeschaut. Kaum zu fassen, aber die scheue Katze ist immer noch bei ihnen und nicht vermittelt worden. Nun ziehen wir ja im August um, haben dort auch effektiv mehr Platz für die Katzen. Für mich stand sofort fest, daß ich diese Katze dann nun endlich doch noch adoptieren möchte. Diese Woche war ich in Schwetzingen, wo ich erfuhr, daß der taube Kater schon längst vermittelt ist (phew). Wieso niemand die Katze zu sich genommen hat, ist mir absolut schleierhaft, denn soooo scheu, wie sie 2009 war, ist sie längst nicht mehr – inzwischen darf frau sich ihr auf rund einen halben Meter nähern, ohne daß sie direkt aufspringt oder gar faucht. Ich vermute, daß sie bloß ein paar Monate brauchen wird, um sich zu akklimatisieren, und obendrein ist sie mit Artgenossinnen gut verträglich. Aber wahrscheinlich sollte mich nichts mehr wundern, wo mir Frau Uhrig, die “Mama” der Notfellchen, doch erzählt hat, daß es gar nicht so wenige Menschen gibt, die ihre Katzen passend zu ihrer Sofafarbe haben wollen… Schon unglaublich.

Am Tag des Umzugs unserer Katzen ins neue Haus werden wir also auch unsere scheue Mitbewohnerin zu uns holen, damit keine der Katzen einen Platzvorteil hat. Ich bin guter Dinge.

Valo, 29.07.2011, 12:40 | Abgelegt unter: FamilienLeben | RSS 2.0 | TB | 15 Kommentare

:: Forumssampler, Block 25 ::

Endlich isser fertig, der 25. Block (Celestial):

Die Entscheidung, eine vierte Farbe mitaufzunehmen, hat sich auch hier wieder als “gold”richtig erwiesen :)

Da es von dieser Kollektion inzwischen viele Stoffe in verschiedenen Farben und Körnungen gibt, überlege ich, ob ich evtl. für das demnächst folgende Zwischenbordürendings mal eine ganz andere Farbe wähle….hm…..

:: WeiheNächte und Silvester ::

Wie so oft denke ich mitten im Sommer (oder isses Herbst? Hier verfärben sich die Blätter!) an die dunkelste Zeit des Jahres, Weihnachten und Silvester. In den letzten Jahren haben meine Familie und ich einen Weg gefunden, diese Feiertage so zu begehen, daß wir vorher / zwischendrin / danach nicht das Gefühl hatten, bloß irgendwelche Ritualhülsen in Form von Shopping, Konsumrausch, Vollfressen, Abführmittel schlucken überstanden zu haben. Stattdessen waren unsere Feiertage geprägt von Zeithaben füreinander und für sich selbst, von vielen Momenten der Stille und der Besinnlichkeit, von Gemütlichkeit und dem Gefühl, dem “Geist der WeiheNächte” nah gekommen zu sein.

Klingt irgendwie ein bißchen verklärt, verkitscht, abgespaced, wo ich es jetzt so schreibe, aber im Grunde haben wir uns einfach dagegen entschieden, das mitzumachen, was für viele Menschen zu den Feiertagen dazugehört. Statt Konsum war z.B. Selbermachen angesagt (der Einzige, der was Gekauftes bekommen hat, war mein Sohn, denn ich bin einfach noch nicht in der Lage, Playmobilzeug zu nähen ;) ), statt Völlerei ein stinknormales Abendessen, statt vorm-TV-Versacken gemeinsames Klönen, solange wir halt dazu Lust hatten.

Neulich bin ich über ein Video zu einem Silvester-Rohkost-Treffen gestolpert. Ich glaube nicht, daß das was für mich bzw. uns wäre, denn mit zig Leuten in einem Raum campieren, tanzen und Winterwanderungen sind nicht meins (zumindest die Wanderung wäre ohne die Behinderung allerdings schon schön). Ich bin nicht gut in solchen Gruppen-Sachen, kann mich besser auf Menschen einlassen, wenn es nicht zu viele auf einmal sind. Trotzdem hat das Video was angestupst; noch nicht sehr konkret, aber immerhin.

Ich würde gern einen Abend in den WeiheNächten – muß aber weder zwischen dem 24. bis 26.12. noch der 31.12. sein – so ne Art veganen Spiri- und Blubber-Abend machen, mit Leuten, die auch keine Lust auf Standard-Feiertage haben. Gemeinsam kochen (oder jede bringt was mit), vielleicht eine geführte Meditation, ne Tarotlegung, Teeschlürfen. Sowas in der Art.

Na, mal sehen. Fünf Monate hab ich ja noch Zeit :)

Valo, 27.07.2011, 15:27 | Abgelegt unter: FamilienLeben | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: Vegane Crème Au Caramel ::

Beim Umstieg auf vegan gab es großes Zähneklappern und Jammern: fortan keine Crème au caramel mehr. Großes Elend. Wir hatten danach zwei, drei erfolglose Versuche gestartet, das ursprüngliche Rezept zu veganisieren, aber das scheiterte meist sowohl an der Konsistenz als auch am Geschmack. Inzwischen vermute ich, daß es vor allem deran lag, daß wir bemüht waren, einzelne Zutaten 1 : 1 zu ersetzen, z.B. eben Kuhmilch durch Pflanzenmilch. Aber wodurch sollten wir die Eier, die im Originalrezept verwendet werden, ersetzen? Der Trick ist ja gerade, eine Milch-Sahne-Ei-Masse im Backofen stocken zu lassen.

Mittlerweile haben wir das vegane Kochen irgendwie soweit intus, daß es diese Versuche, Zutaten zu ersetzen, eigentlich nicht mehr gibt. Wir gehen einfach einen anderen Weg zum Ziel. Haben wir zu Beginn unserer Umstellung noch versucht, vegane Gerichte zu kochen, die genauso wie deren vegetarische Variante schmecken sollten, ist das jetzt überhaupt nicht mehr unser Ansatz. Entweder es schmeckt als das, was es ist, oder eben nicht. Ich merke das auch daran, daß wir praktisch gar keine sog. Ersatzprodukte wie veganen Käse, vegane Schnitzel und Co. mehr verwenden.

Da wir nun wegen unseres Umzugs unseren Vorratsschrank nach und nach plündern, fiel mir heute eine Packung Seidentofu in die Hände (war zwar schon zwei Wochen abgelaufen, aber sowas schreckt mich kein Stück, sofern er noch gut riecht und aussieht – wie handhabt Ihr das denn mit dem MHD?). Ich dachte, why not? Give it a try!

Ich habe fünf Steinchen Kokosfett geschmolzen und diese dann mit der einen Packung Seidentofu, 4 EL Karamellsirup von Grafschafter und einem Stück getrockneter Vanilleschote (welche keinen so leistungsstarken Blender hat, nimmt einfach ausgekratztes Vanillemark) im Vitamix ordentlich durchgemixert, bis eine sämige Masse entstanden war. Diese durfte dann im Kühlschrank fest werden.

Schmeckt verteufelt gut! Natürlich fehlt der Effekt, den frau bei nicht-veganer Crème au caramel durch das Stürzen erlangt, aber der Karamellgeschmack ist wirklich fein. Und welche nicht so faul ist, wie ich, kann ihr Karamell ja auch selbstmachen :) Und für ein Photo bin ich jetzt auch viel zu faul. Vielleicht später.

Valo, 26.07.2011, 16:15 | Abgelegt unter: Rezepte | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Halbzeit! ::

Mit diesen vier Blöcken habe ich nun die Halbzeit erreicht.

34 – Apple And Apricot Blossoms:

84 – Clean Up:

23 – Nine-Patch Quilts:

41 – Ocean Waves:

:: WochenendRückblick ::

[Wetter] Is schon Herbst?! Leider viel zu wolkig, zu regnerisch, zu kalt.

[Gemacht] Eine grooooße Baumarktrunde. Die Renovierungsfortschritte im Haus bewundert. Lieben Besuch gehabt. Den Letzenberg besucht.

[Gehört] Cody McFadyen: Ausgelöscht. Brendan Perry.

[Gelesen] Ein paar Artikel in der “Natur & Heilen”. Farbkarten ;)

[Getrunken] Meinen ersten Latte Macchiato mit Sojamilchschaum. Mah! Lecker! Allerdings vertrage ich das Koffein in Kaffee deutlich schlechter als Teein.

[Gegessen] Blätterteigpastete. Viel Salat. Einen grandiosen Nachtisch mit frischer Ananas und einem gewürzig-kräuterigem Sojajoghurt. Yummy!

[Gedacht] “Ich muß das machen”. Und: “Es ist richtig”. Darum mache ich das jetzt auch.

[Gelacht] Eine Menge über viele Kleinigkeiten.

[Gefreut] Über die Erkenntnis, daß ich nicht mehr alles erklären muß / will. Daß ich Dinge einfach stehen lassen kann, jetzt endlich.

[Geärgert] Darüber, daß wir die Wildblumen und -kräuter aus unserem Garten rausrupfen und ziemlich viel Grün töten müssen. Das ärgert mich wirklich, aber im eigenen Garten werden wir wieder Wildes aussäen.

[Gelernt] I’m not yet lost. Und: manchmal ist weniger mehr. Und: manchmal sind acht gerade genug.

[Gekauft] Kacheln, Farbe, Tapeten, Kleister und anderes Baumarktzeug.

[Spirituelles] Tarot gelegt.

[Und sonst so?] Bücher eingepackt, Umzugskartons rumgewuchtet, unsere Birnbäumin Mathilda umgezogen.

[Ausblick auf die nächste Woche] Mittwoch ist der letzte Schultag, von da an ist mein Sohn sechseinhalb Wochen daheim. Uah!

Valo, 24.07.2011, 20:48 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Keeping My Sanity ::

Während ich irgendwie nicht mehr wirklich hier, aber noch nicht wirklich dort wohne, während sich Umzugskisten stapeln und scheinbar gar nichts mehr einen festen Platz hat (wo kommt eigentlich auf einmal das ganze Zeug her?), bildet das Nähen meinen Fixpunkt. Mein großer Stoffschrank ist bis auf die Stoffe an sich leergeräumt, der zweite Stoffschrank sieht auch schon etwas gerupft aus und wenn ich an meine Vliese will, muß ich erstmal ein paar Kisten beiseite baldowern. Aber mein Nähplatz sieht noch unverändert aus. Zusammen mit meiner Zahnbürste wird er vermutlich das Letzte sein, das ich einpacken werde. Und so entstehen zur Zeit ziemlich viele Blöcke für den Amish Circle Letter Quilt. Es bringt mir Ruhe in diesem Chaos, konsistent an einem Projekt zu arbeiten.

Die Entscheidung, nicht nur Stoffe aus meinen Restekisten zu verwenden, hat sich als goldrichtig herausgestellt. Ich habe mir letztens noch ein paar Stoffe in Farben gekauft, die nicht so stark bei mir vertreten sind, und dabei festgestellt, daß es doch relativ schwierig ist, schöne gelbe Stöffchen zu finden. Jedenfalls bin ich gerade wieder einmal von der Stonehenge-Collection / Sunshine Cottage von Northcott hingerissen :)

So, und hier die neuen Blöckchen.

94 – Neighbor’s Bonfire:

112 – Making Butter:

45 – Rail Fence:

9 – Star Baby Quilts:

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