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Archiv: Juni 2011

:: SuperBlog-Award ::

Von Alruna habe ich diesen schönen Award bekommen, über den ich mich riesig freue :D Vielen Dank!

Hier kommen die Regeln:

  • Tape it up on your blog somewhere.
  • Pass it along to 5 fellow super bloggers, and comment on their blog to let them know how lucky they are today!
  • When you present your Super Blogger awards, link back to the super blogger who gave it to you.

Ich mag alle Blogs, die ich hier bei mir verlinkt habe, aber ich habe mir jetzt mal die folgenden herausgepickt, die ich wirklich jeden Tag besuche und sehr interessiert lese:

  1. Food ‘n’ Fotos
  2. VollVegan
  3. Zachia
  4. Fadenwirkerin
  5. Roh macht froh

Ich hoffe, sie alle mögen den Award annehmen (oder freuen sich wenigstens über die Verleihung) :)

Valo, 30.06.2011, 18:14 | Abgelegt unter: Blogkram | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: Meine neuen LieblingsLebensmittel ::

Mneme hat gefragt, was unseren Lieblingslebensmittel und -kosmetikprodukte seit der Umstellung auf vegan sind. Wie ich schon mal schrieb (weiß aber nicht mehr, wo genau), hat sich bei mir ziemlich viel verändert, von daher liste ich mal mit :)

  • Salat! Vor der Umstellung habe ich Salat gehaßt. So richtig. Jedes kleine Salatstäubchen wurde vom Teller entfernt. Heute liebe ich Salat, könnte ihn jeden Tag bergeweise in mich reinschaufeln. Am liebsten mag ich Eichblatt- und Feldsalat.
  • passend dazu: Vinaigrette. Fand ich früher völlig widerlich, heute kommt sie nicht nur auf den Salat, sondern auch – mit ein paar Cashews angedickt – auf’s Brot.
  • Essig. Vor der Umstellung fand ich Essig extrem eklig, heute haben wir ne ganze Range veganer Essige im Schrank *schleck*
  • Senf. Senf ging früher überhaupt nicht, mir wurde wirklich übel bei seinem Geruch. Heute schätze ich ihn in der Vinaigrette und in selbstgemachten Seitanwürstchen, aber ich schließe nicht aus, ihn eines Tages auch einfach so zu den Würstchen dazuzuessen. OMG!
  • Radieschen. Am besten auf frisch geröstetes Toastbrot mit diesem vinaigretteartigem Aufstrich.
  • Rauchsalz. Sehr lecker auf Rohkost, salzt aber deutlich stärker als Kräutersalz.
  • Kokos-Chips, abends eine handvoll zum Knabbern. Und Kokosmilch für indische Gerichte.
  • Cashews. Habe ich schon immer in ihrer salzigen Variante geliebt, und als leicht andickende Zutat in Aufstrichen oder als Sahne / Schmand oder als Gratinkäse echt ein Kracher.
  • Mit Reis gefüllte Weinblätter.
  • Scharfes. Seit mein Magen nicht mehr mit Milchprodukten rumkämpfen muß, kann ich scharfe Sachen essen, ohne Sodbrennen zu bekommen. Abends nochmal n Brot mit Pepperonipaste ist jetzt kein Problem mehr, genau wie die “scharfe” Variante der Tofupfanne bei unserem Asia Wok.
  • Insgesamt esse ich viel mehr Obst als vor der Umstellung, bin da auch nicht wählerisch, weil ich eigentlich alles mag (vielleicht abgesehen von ein paar seeehr abgefahrenen exotischen Früchten).

Wo ich keine Änderung bemerkt habe, ist die Vollwertigkeit. Auf Vollkorn hab ich immer noch genauso Appetit wie zuvor. Ich merke allerdings, daß meine anfägliche Begeisterung für sog. Ersatzprodukte ziemlich flott nachgelassen hat. Gelgentlich machen wir Seitanwürstel selbst, aber ich käme nicht auf die Idee, mir Steaks, Garnelen oder halbe Hähnchen in vegan zu bestellen.

Kosmetik benutze ich eigentlich so gut wie gar nicht, aber ich möchte mein heißgeliebtes Weleda-Wildrosenöl erwähnen (das benutze ich allerdings schon einige Jahre lang) und die Weleda-Granatapfel-Handcreme.

Valo, 29.06.2011, 13:21 | Abgelegt unter: Ernährung | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Interview mit Tiermedizin-Studentin ::

Wer in Deutschland Tiermedizin studiert, muß ein wenigstens 100 Stunden langes Praktikum in einem Schlachthaus absolvieren. Die Albert-Schweitzer-Stiftung hat jetzt ein Interview mit einer Tiermedizin-Studentin über ihre Erfahrungen während des Praktikums veröffentlicht.

Abgesehen vom inhumanen Umgang mit den Tieren, den sie schildert, fand ich die Passagen, in denen sie darlegt, wie krank die Tiere sind, die für den menschlichen Verzehr freigegeben werden, ziemlich beunruhigend und widerlich. Auch ihre Aussage, daß es da keinen Unterschied zwischen Bio- und Nicht-Bio-Tieren gibt halte ich für bedenkenswert.

Das ganze Interview findet Ihr hier.

Mir stellt sich die Frage, wieso wir Äpfel wegwerfen, die eine matschige Stelle haben, aber das Fleisch gequälter und kranker Tiere essen.

Valo, 28.06.2011, 12:11 | Abgelegt unter: Ernährung | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: Tausch mit Alicia ::

Alicia und ich werden tauschen, und zwar Seifen gegen etwas Genähtes. Sie hat sich einen MugRug gewünscht. Vielleicht gefällt ihr ja dieser hier:

Auf dem Bild sieht er durch seine aufrechte Position etwas schief aus, ist er aber nicht.

Edit: heute kamen schon die Seifen an – und die duften! Mmmmh!

Vielen Dank, Alicia, ich hab mich riesig über unseren Tausch gefreut.

:: Kraken-Burger ::

In einer Kinderzeitung, die mein Sohn geschenkt bekommen hat, war eine Hackfleisch-Krake auf einem Hüttenkäsebett als Rezepttip drin. Diese haben wir heute veganisiert, mit ziemlichem Erfolg. Wir hatten alle zusammen eine Menge Spaß, es war lecker und obendrein gesund. So geht’s:

Eine Packung Getreidebratlinge nach Anleitung anrühren. Vier kleine und vier große Burger für den Körper und den Kopf der Krake formen und in Pflanzenöl ausbacken. Auf einem Kückenkrepp abtropfen lassen.

Gemischtes Gemüse (wir nahmen Paprika, Möhren und Staudensellerie) teils in längliche Stücke (für die Fangarme), teils in kleine Würfel (für das Bett) schneiden. Getrennt voneinander anbraten, bis das Gemüse leicht gebräunt und noch bißfest ist. Die länglichen Stücke vom Ofen nehmen, die Stückchen mit Paprikamark, Thymian und Cayennepfeffer abschmecken.

Während das Gemüse gart, Couscous kochen. Die meisten Couscous-Sorten sind vorgegart, so daß das recht zügig geht. Wir geben zum Wasser immer noch gekörnte Gemüsebrühe hinzu. Die Gemüsestückchen mit dem Couscous mischen.

Auf einem Teller wird nun ein Bett aus Gemüsecouscous bereitet. Darauf kommen je ein großer und ein kleiner Burger übereinander. Die Fangarme bestehen aus den länglichen Gemüsestücken. Die Augen haben wir aus Radieschenscheiben gemacht, auf deren Vorderseite wir einen Minitropfen Salatdressing gegeben und mit Kräutern bestreut haben, um die Pupille zu formen. Am Burgerkopf befestigt wurden die Radieschen mit einem Klecks Tomatenmark.

Valo, 26.06.2011, 19:03 | Abgelegt unter: Rezepte | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: WochenendRückblick ::

[Wetter] An diesem verlängerten Wochenende hatten wir alles. Sonne und heiß, Regen und kalt, grau und nichtssagend, dann wieder heiter bis wolkig.

[Gemacht] In der Pfalz gewesen. Eingekauft. Lieben Besuch gehabt. Viel geklönt und gelacht. Lecker gegessen. In der Sonne gesessen. “Geh mal zu Kemal” (da komm ich gar nicht drüber hinweg *lol*). Viel zu wenig genäht.

[Gehört] Straßenmusik.

[Gelesen] Roter Drache von Thomas Harris.

[Getrunken] Leitungswasser. Wirklich viel davon.

[Gegessen] Lauchcremesuppe. Nudelsalat. Mein erstes glutenfreies Brot ever. Heute eine Krake – Rezept kommt später.

[Gedacht] Ich hab keine Lust mehr, mir aus dem Rolli heraus den Hals zu verrenken, um Leuten in die Augen zu schauen, die sich nicht mal die Mühe machen, sich ein Stück zu mir runterzubeugen. Quatsch ich eben zum Gehwegpflaster. Is mir wurscht.

[Gelacht] Über “entspann dich!” :)

[Gefreut] Über Vertrautheit und Katzenschmusestunden.

[Geärgert] Über meine Nackenschmerzen vom Hochgucken.

[Gelernt] Eine Menge über Wiliam Blake.

[Gekauft] Eine Dose Aufmunterungsbonbons. Und eine Hose. Hurra, ich hab ne Kleidergröße abgespeckt, ohne zu hungern, bloß durch die Umstellung auf vegan. Das rockt!

[Spirituelles] Kornblumen auf meinen Altar gestellt. Das ist doch mal ein Anfang.

[Und sonst so?] Keine einzige Umzugskiste gepackt.

[Ausblick auf die nächste Woche] Endlich der 1.7.!

Valo, 26.06.2011, 18:52 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Möhrenmarzipan-Rohkosttorte:

Heute haben wir lieben Besuch bekommen und zum Nachtisch gab es eine Rohkosttorte, und zwar die Möhrenmarzipantorte von hier (runterscrollen). Da eine unserer Besucherinnen erst knapp drei Jahre alt war, habe ich mich im Vorfeld mal zum Thema Baby / Kleinkind und Rohkost schlau gemacht, denn unser Sohn ist bereits ein Schulkind und ißt so ziemlich alles. Sehr hilfreich fand ich die LeserInnenKommentare, die ich auf diesem Blog (dessen englische Version gibt es hier) bzw. genauer gesagt unter diesem Beitrag gefunden habe. Und schließlich dachte ich, falls ihr unsere Torte nicht schmecken sollte, würde sie das wohl schon mitteilen :)

250 g Mandeln wurden über Nacht in Wasser eingeweicht und am Morgen abgeschüttet. Die Mandeln wurden mit 250 g Datteln und dem Saft einer Zitrone im Vitamix von Keimling zu einem Teig verarbeitet. Vielleicht lag es daran, daß die Datteln nicht saftig genug waren, aber wir mußten noch etwa 100 ml Wasser zugeben, damit eine formbare Masse entstand.

Die Masse wurde in eine großzügig mit Mandelblättchen ausgestreute Springform gedrückt. Am besten geht das mit angefeuchteten Händen, dann klebt nichts an.

Nun haben wir die Füllung gemacht. Im ursprünglichen Rezept ist angegeben, daß dafür nochmals 450 g Datteln verwendet werden sollen, aber wir haben ihren Anteil auf etwa 100 g reduziert, weil der Boden schon ordentlich süß war. Also sollten 100 g Datteln, 250 g Mandeln und 450 g Möhren im Mixer zu einer cremigen Masse püriert werden.

In weiser Voraussicht haben wir nicht direkt alle Möhren auf einmal hineingegeben, aber dennoch streikte der Vitamix. Dreimal hintereinander schaltete er sich wegen Überhitzung von selbst aus – das war definitiv das allererste Mal, daß das Gerät mit etwas nicht auf Anhieb fertig wurde. Wir haben schließlich noch etliches an Wasser hinzufügen müssen, bevor sich alles pürieren ließ; die Mischung aus Datteln, Mandeln und Möhren allein war leider viel zu zäh. Beim nächsten Mal werden wir wohl erstmal die Möhren separat schreddern, bevor wir sie in die Füllungsmasse geben.

Die Füllung wurde auf den Boden gestrichen und die Torte mit gemischten Früchten (Physalis, Blaubeeren, Himbeeren und der KöniginnenStachelbeere) belegt. Nach etwa vier Stunden im Kühlschrank wurde sie dann von uns allen getestet. Ich glaube, ich darf behaupten, daß sie uns Großen sehr gut geschmeckt hat, wenngleich die Kinder nicht ganz so begeistert waren, was aber auch einfach daran liegen kann, daß es ja soviel zu bequatschen, zu spielen und zu entdecken gab ;)

Demnächst möchte ich gern mal eine Rohkosttorte mit Cashewsahne ausprobieren – werde dann natürlich berichten :)

Valo, 25.06.2011, 19:38 | Abgelegt unter: Rezepte | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Reportage über den WWF ::

Falls eine von Euch den aufrüttelnden Bericht über den WWF noch nicht geschaut hat, hier nochmal der Link:

Teil 1

Teil 2

Ich bin mit dem Glaubenssatz aufgewachsen, der WWF sei eine Naturschutzorganisation. Daß die Realität ganz anders aussieht, hätte ich niemals gedacht. Laut der Reportage paktiert der WWF mit Monsanto und ist u.a. dafür verantwortlich, daß Menschen und Tiere für den Aufbau von genmanipulierten Monokulturen vertrieben werden.

Ich habe dem WWF Deutschland eine empörte E-Mail geschrieben und ich hoffe, daß sich dieser Bericht verbreitet und von vielen Menschen wahrgenommen wird.

Valo, 24.06.2011, 19:20 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: Die Mitte der Gesellschaft ::

In den zwölf wilden Schwänen von Starhawk / Valentine wird die Frage nach der Mitte der Gesellschaft gestellt. Wie sähe die Mitte der Gesellschaft aus, wenn ich die Norm wäre? Und wie sieht die Mitte der Gesellschaft tatsächlich aus? Ich habe mich mal an einen Versuche herangewagt, locker aus der Hüfte und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Wenn ich die Norm wäre, dann wäre der Großteil der Menschen gehbehindert. Wenn das so wäre, gäbe es mehr abgesenkte Bordsteine, breitere Türen mit automatischem Öffnungs- und Schließmechanismus, mehr barrierefreie Geschäfte, Cafés, Kinos und Co., mehre breite Kassen in Supermärkten, mehr breite Parkplätze nah am Eingang von Gebäuden, mehr Fahrstühle, mehr barrierefreie Toiletten, mehr behindertengerechte Wohnungen und Häuser. Es gäbe mehr Menschen, deren Blick nicht am Rollstuhl allein haften bleibt, sondern die ihn einfach als ein Hilfsmittel begreifen und ansonsten übersehen. Es gäbe mehr Ärzte, die mit mir auf Augenhöhe kommunizieren würden, weil sie dann nicht mehr meinen würden “behindert = inkompetent”.

Wenn ich die Norm wäre, dann wäre der Großteil der Menschen übergewichtig. Wenn das so wäre, gäbe es weniger Vorurteile, die auf die angebliche Unwissenheit in puncto Ernährung abzielen, weniger abfällige Blicke und Kommentare. Es gäbe mehr schöne Kleidung für Übergewichtige, mehr stabile Gartenstühle, breitere Sitze in Kinos und Theatern. Es gäbe weniger Light-Produkte, weniger Diäten und Diätgurus, weniger Druck auf Menschen, die irgendeinem fiktionalen BMI nicht entsprechen, und mehr Menschen, die dazu stehen, Rundungen attraktiv zu finden.

Wenn ich die Norm wäre, dann wäre es normal, mehr als einen Partner verbindlich zu lieben. Wenn das so wäre, könnte frau mehr als einen Menschen heiraten. Dann gäbe es eine steuerliche Regelung für Poly-Ehen, dann würde eine de-facto-Elternschaft mehr zählen als eine leibliche, dann würde es in sämtlichen amtlichen Vordrucken mehr als nur eine Mutter- und eine Vater-Zeile geben. Es gäbe eine angepaßte Altersvorsorge, andere Versicherungen und andere Möglichkeiten in Sachen Kreditaufnahme bei Banken. Es gäbe andere Regelungen im Krankheits- und Todesfall und in Sachen Erbrecht. Es gäbe weniger sexuell konnotierte Diskriminierungen von polyamor lebenden Menschen. Vielleicht gäbe es auch weniger Trennungen, die durch Seitensprünge verursacht werden, wenn es normal wäre, Menschen nicht als Besitz anzusehen.

Wenn ich die Norm wäre, würde der Großteil der Menschen vegan leben. Wenn das so wäre, gäbe es weniger Tierleid, weniger Masssentierhaltung, weniger Umweltverschmutzung, weniger ausgelaugte Böden. Weniger ernährungsbedingte Krankheiten, weniger Industrienahrung, weniger Fast Food. Es gäbe mehr Menschen, die einen kleinen Garten bestellen und sich zumindest teilweise selbstversorgen. Tierversuche wäre verpönt. Es gäbe keine Werbung mehr für Fleisch, Milchprodukte und Eier. Leder wäre nicht mehr sexy und stylish.

Wenn ich die Norm wäre, gäbe es keine monotheistischen Religionen mehr. Es gäbe mehr Menschen, die das Leben verehren und nicht länger jenseitig orientiert sind. Es gäbe keine Kirchen mehr, keine Glaubenskriege, keine religiös begründeten Folterungen und Verfolgungen.

Wenn ich die Norm wäre, würde das Patriarchat zerbröseln, weil niemand mehr bei diesem Wahnsinn mitmachen wollen würde. Dann gäbe es keinen Neoliberalismus mehr, keine sog. Arbeitlosen, denn dann würde nicht allein die formelle Arbeit als solche anerkannt werden. Die stillschweigende Vereinbarung, daß weiße Männer der Mittelpunkt der Gesellschaft sind, würde nicht länger gelten. Dann hätten tatsächlich alle Menschen eine Stimme. Es gäbe weniger Gewalt in den Medien. Sexismus wäre geächtet. Es gäbe weniger sexuell-aggressive Übergriffe, weniger tätliche, verbale und psychische Gewalt gegen Menschen, gegen Tiere, gegen die Erde. Es gäbe kein Militär und keine Kriege mehr, keine Hierarchien, keine Staaten, keine Staatsoberhäupter / Könige / Präsidenten. Es gäbe keine Bürokratie mehr, weniger Paragraphen und mehr direkte Kommunikation. Die Beziehungen der Frauen und Männer untereinander und zueinander könnten heilen. Es gäbe keine Kleinfamilien mehr, keine Alten- und Pflegeheime. Krankenhäuser wären Häuser der Heilung.

Ganz offenbar bin ich nicht die Mitte der Gesellschaft.

Valo, 24.06.2011, 12:19 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: RohkostTorte ::

Seit wir unseren Vitamix von Keimling haben, wollte ich immer mal eine Rohkosttorte machen, für den Anfang mal was ganz Simples: eine Apfeltorte, Rezept von hier (runterscrollen). Ich gebe zu, daß ich bezüglich der Kosistenz etwas skeptisch war, weil ich mir nicht vorstellen konnte, daß ein roher Teig einen guten Zusammenhalt hat. Jedenfalls haben mein Mann und ich den heutigen Feiertag dazu genutzt, mal ein bißchen zu experimentieren.

Erstmal haben wir die Mandeln (400g) gemahlen.

Ich glaube, wenn wir die Mandeln noch ein bißchen weitergemixt hätten, wäre vermutlich Mus aus ihnen geworden oder – hopefully – Marzipan. Das werde ich auf alle Fälle mal probieren, dann allerdings mit abgezogenen Mandeln und einem Spritzer Rosenwasser.

Zwei Bananen wurden mit etwas Zitronensaft zu einem feinen Brei püriert und mit den Mandeln gemischt.

Der entstandene Teig hat eine sagenhafte Konsistenz; mindestens genauso gut formbar wie die klassischen Keksteige, die ich aus meiner Kindheit kenne.

Den Teig mit feuchten Händen (!) in eine großzügig mit Mandelblättchen ausgestreute Springform drücken.

Für die Füllung der Torte haben wir vier Äpfel geschält und vom Kerngehäuse befreit. Zusammen mit einer Banane, dem Saft von einer Zitrone und einer handvoll entsteinter Datteln wurden sie im Vitamix zu einer glatten Masse püriert. Beim ursprünglichen Rezept werden die Äpfel geraffelt, aber dazu waren wir jetzt einfach mal zu faul :) Auf dem Bild hier seht Ihr, wie voll der Mixbehälter ist – hat aber trotzdem gut geklappt:

Das Mus auf dem Teig verteilen:

Und die Torte mit gehackten Haselnüssen dekorieren:

Insgesamt haben wir für die Torte etwa 20 Minuten gebraucht, jetzt darf sie erstmal bis heute Abend im Kühlschrank durchziehen.

Im Moment befasse ich mich wieder mehr mit dem Thema Rohkost. Ich glaube nach wie vor nicht, daß Rohkost der Weg für mich ist (vielleicht jetzt noch nicht?), aber ich merke durchaus, daß ich durch die Umstellung auf vegane Kost mehr Lust auf Rohes habe. Unser Obstverbrauch hat sich jedenfalls etwa verfünffacht. Welche Inspirationen braucht, kann ja mal auf diesem Rohkostblog schauen (hier die englische Version).

Die Edit: hier noch ein Bild vom Anschnitt:

Die Torte ist unheimlich lecker, schön marzipanig und durch die Kühlung gleichzeitig erfrischend.

Valo, 23.06.2011, 12:49 | Abgelegt unter: Rezepte | RSS 2.0 | TB | 8 Kommentare
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